NASA stellt schockierende Klimaprognose

nasa schockierende klimaprognose
Aktuellen NASA-Daten zufolge wird der Meereaspiegel im nächsten Jahrhundert um mindestens einen Meter ansteigen.
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Drastischer Anstieg des Meeresspiegels soll unvermeidbar sein

Aktuellen Forschungsdaten der NASA zufolge schreitet der Klimawandel noch schneller voran als bisher angenommen. Im nächsten Jahrhundert soll der Meeresspiegel bereits um mindestens einen Meter angestiegen sein.

Seit 1992 ist der Wasserstand der Ozeane im Durchschnitt um 7,60 Zentimeter angestiegen. An einigen Orten allerdings sogar bis zu 23 Zentimeter. Grund dafür sind sowohl schmelzende Eisgletscher wie auch ansteigende Wassertemperaturen. Diese haben zur Folge, dass sich das bereits vorhandene Wasser noch weiter ausdehnt.

Neue NASA-Erkenntnisse zeigen nun, dass das Eis noch schneller schmilzt als bis jetzt angenommen. In den letzten zehn Jahren sind allein in Grönland pro Jahr durchschnittlich 303 Gigatonnen Eis geschmolzen. In der Antarktis fielen im Schnitt 118 Gigatonnen pro Jahr der Erderwärmung zum Opfer. Insgesamt sprechen wir hier also von 421 Milliarden Tonnen Eis in einem Jahr. Das Abschmelzen von 360 Gigatonnen bewirkt einen Meerespegelanstieg um einen Millimeter. Eine Beschleunigung dieses Vorgangs hätte auch einen schnelleren durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge.

Bislang ist unsicher, ob es nicht auch zu einem plötzlichen Abschmelzen der gesamten Eisgletscher kommen könnte. In diesem Fall wäre in den nächsten 100 bis 200 Jahren mit einer Erhöhung des Meerespiegels um bis zu drei Meter rechnen. Auf Grundlage der bisher von der NASA gemessenen Werte zeichnet sich bereits ein Mindestanstieg um mehr als einen Meter ab. Dieser sei im Verlauf des nächsten Jahrhunderts nicht zu vermeiden.

Besonders für Inselstaaten, aber auch für Großstädte wie Tokio oder Singapur hätten diese Entwicklungen verheerende Folgen. Sie würden buchstäblich im Meer versinken. Michael Freilich, Leiter der NASA-Abteilung für Erdforschung, sagte dazu: "Mehr als 150 Millionen Menschen, die meisten von ihnen in Asien, leben maximal einen Meter oberhalb des gegenwärtigen Meeresspiegels."

Bereits seit 1992 nehmen die NASA sowie die französische Weltraumbehörde CNES Messungen aus dem All vor.

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