Naturfasern im Wohnbereich

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Die Naturfaser Bambus ist hart wie Holz und leicht wie Feder

Rattan und Seegras bestechen durch natürlichen Charme, holen die Sonne Asiens ins Haus und sind klimafreundlich. Bambus erzeugt sogar mehr Sauerstoff als Bäume. Die Vereinten Nationen haben 2009 zum Jahr der Naturfaser erklärt. Eine gute Entscheidung!

Bambus ist ein Wundergras: hart wie Holz, leicht wie eine Feder. Unbeugsam wie Stein, elastisch wie Gummi. Es gedeiht in tropischer Hitze, kommt aber auch mit frostigem Klima klar. Ist Nahrung, Medizin und Baustoff. 1500 Sorten kennt man bisher – manche wachsen über Nacht bis zu einem Meter. Vor allem aber: Bambus holt die Exotik ins Haus – in Form von Parkett, als Accessoire und Möbel. Zu bildschönen Schalen, Sesseln oder Betten verflochten werden auch Wasserhyazinthe, Seegras, Bananenblatt oder Rattan. Und ständig fahnden Hersteller und Designer nach neuen Naturfasern, die sie verarbeiten können, denn die Nachfrage ist enorm.

Auch, weil vielen Menschen bewusst geworden ist, dass sie die exotischen Gewächse mit gutem Gewissen kaufen können: Halme statt Holz schonen die erheblich langsamer nachwachsende Ressource Wald. Die Wasserhyazinthe etwa wuchert wie Unkraut. Sie zu Möbeln oder Accessoires zu verflechten ist eine sinnvolle Nutzung, da man ihr Grenzen setzen muss, um das Gleichgewicht in tropischen Gewässern zu erhalten.

Und Bambus steht rund um den Globus in nahezu unerschöpflichen Mengen zur Verfügung und verwandelt mehr CO2 in Sauerstoff als die vergleichbare Menge Bäume. Auch Rattan wächst sehr schnell. Früher dem Urwald entrissen, wird es heute auf riesigen Plantagen angebaut. Das wirkt sich positiv aufs Klima aus und schafft in den ärmsten Ländern der Erde Millionen Arbeitsplätze. Ganze Dörfer leben von Rattan-Manufakturen oder finden Jobs bei führenden internationalen Herstellern, die in Asien fabrizieren lassen. So ist der Rattan-Boom für alle Beteiligten ein Riesengewinn. Wie wichtig diese nachhaltige Wirtschaft für Entwicklungs- und Schwellenländer ist, zeigt auch die Initiative der Vereinten Nationen, 2009 zum Jahr der Naturfaser zu erklären.

Auch, weil vielen Menschen bewusst geworden ist, dass sie die exotischen Gewächse mit gutem Gewissen kaufen können: Halme statt Holz schonen die erheblich langsamer nachwachsende Ressource Wald. Die Wasserhyazinthe etwa wuchert wie Unkraut. Sie zu Möbeln oder Accessoires zu verflechten ist eine sinnvolle Nutzung, da man ihr Grenzen setzen muss, um das Gleichgewicht in tropischen Gewässern zu erhalten. Und Bambus steht rund um den Globus in nahezu unerschöpflichen Mengen zur Verfügung und verwandelt mehr CO2 in Sauerstoff als die vergleichbare Menge Bäume. Auch Rattan wächst sehr schnell. Früher dem Urwald entrissen, wird es heute auf riesigen Plantagen angebaut. Das wirkt sich positiv aufs Klima aus und schafft in den ärmsten Ländern der Erde Millionen Arbeitsplätze. Ganze Dörfer leben von Rattan-Manufakturen oder finden Jobs bei führenden internationalen Herstellern, die in Asien fabrizieren lassen. So ist der Rattan-Boom für alle Beteiligten ein Riesengewinn. Wie wichtig diese nachhaltige Wirtschaft für Entwicklungs- und Schwellenländer ist, zeigt auch die Initiative der Vereinten Nationen, 2009 zum Jahr der Naturfaser zu erklären.

In Asien, besonders den südöstlichen Regionen, sind Halme und Gräser seit jeher Lebensgrundlage der Menschen. Sie liefern den Rohstoff für Häuser, Zäune, Matten und fast alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs.

Nach Europa gelangten die ersten exotischen Sessel, Sofas und Tische mit den Handelsschiffen der Engländer, Portugiesen und Holländer im 18. Jahrhundert. Während der Kolonialzeit wurden die asiatischen Schmuckstücke Vorbild für die einheimischen Manufakturen. Sie faszinierten durch ihre Exotik, ihre Leichtigkeit, vor allem aber durch das Material: Die Tropenpflanzen waren ungewöhnlich flexibel. Sie ließen sich biegen, ohne zu brechen – bis zu einer Neigung, die Holz nicht mitmachte. Und im Vergleich zur hierzulande gebräuchlichen Weide konnten die Handwerker mit ihnen weitaus filigraner flechten.

Die Flechtkunst gehört zu den ältesten Handwerkstraditionen des Menschen, und es gibt so viele Flechttechniken und -muster wie Völker. Bis heute werden Flechtmöbel manuell hergestellt. Denn Maschinen besitzen weder Fingerfertigkeit noch Intuition, um aus dem Material das Beste herauszuholen. Flechter brauchen etwa zehn Tage, um aus dem durchschnittlich drei bis sieben Millimeter starken Rohr ein Möbelstück zu fertigen. So wird jedes Flechtmöbel ein Unikat mit eigener Geschichte, auch wenn es von Herstellern in Serie angeboten wird. Ihnen geht es dabei nicht nur um schöne Möbel, sondern auch um die Idee dahinter.

Loom ist das einzige Flechtwerk, das maschinell hergestellt wird, aber voll recycelbar ist. Es besteht aus Papier, das fest um einen Draht gewickelt und auf einem Webstuhl (Loom) zu Flächen verwoben wird. Die werden spä-ter auf einen Rahmen gespannt. Als die britische Manufaktur Lloyd 1917 Loom erfand, war das eine kleine Re-volution. Loom überzeugte mit seinen feinen Maschen als Bordmöbel der Zeppeline, als Kinderwagen und als edles Interieur. Lloyd-Loom-Klassiker aus den 20er Jahren sind heute begehrter Raumschmuck.

Stark im Kommen: Die neueste Entwicklung besteht darin, Fasern aus Kunststoffen nach alter Handwerkskunst zu verflechten. Furore machte Hularo, das Rattan täuschend ähnlich sieht. Mit dem synthetischen Material werden Designerobjekte von Hand gefertigt, die im Gegensatz zu Natur-geflecht Regen und selbst Sturm schadlos überstehen.

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