Nervennahrung: Starke Nerven - weniger Stress

nervennahrung
Fast jeder Frau fehlt Vitamin D. Es gibt bestimmte Nervennahrung, die diesen Mangel ausgleichen können.
Foto: iStock

Gesunde Ernährung

Wenn Sie viel um die Ohren haben, greifen Sie zu Schokolade und Chips? Besser ist vitaminreiche Nervennahrung, denn 91 % aller Frauen fehlt Vitamin D.

Dass Stress krank machen kann, ist bekannt. Ein wirksames Rezept: Entspannung und Bewegung. Doch im Fokus der Forschung stehen neuerdings auch Vitalstoffe, sogenannte Nervennahrung. In Stressphasen brauchen wir mehr davon als im Urlaub. In Studien wurde aufgedeckt, dass sich unsere körpereigenen Speicher umso schneller leeren, je mehr und je länger Druck auf uns lastet. Wer total erledigt ist, hat nicht nur zu viel um die Ohren, er hat auch zu wenig Nährstoffe im Blut.

Fast Food und Zucker verstärken den Mangel

Erschwerend kommt hinzu, dass unser Organismus in Stresszeiten weniger aufnahmefähig ist, Vitamine und Co. aus der Nahrung also schlechter verarbeitet. Wer jetzt noch dazu neigt, sich mit Fast Food, Softdrinks und Süßigkeiten zu trösten, kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass er unterversorgt ist. Nervennahrung muss her.

Ausreichend Vitalstoffe sind also eine wichtige Vorbeugung gegen Stress. Achten Sie vor allem auf B-Vitamine, Vitamin D und Magnesium: Sie stärken die Nerven und machen Sie gelassener. Wenn Sie bereits Stress-Beschwerden haben - etwa häufiger Kopfschmerzen , Verspannungen, Magenprobleme, Schlafstörungen -, sollten Sie Ihren Hausarzt fragen, ob ein kombiniertes Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Maßnahme ist.

Nervennahrung - was öfter auf den Speisezettel gehört

Vitamin B1 Spielt beim Kohlenhydrat-Stoffwechsel und bei der Energiegewinnung eine wichtige Rolle. Vor allem unser Herzmuskel und das Gehirn brauchen Vitamin B1, um volle Leistung zu erbringen. Tagesbedarf: 1 mg. Enthalten in: 100 g Backhefe, 50 g Weizenkeimen, 50 g Sonnenblumenkernen.

Vitamin B6 Wichtig für einen gesunden Stoffwechsel und für die Bildung der Hormone, die für Schlaf und Stimmung zuständig sind. Tagesbedarf: 1,2 - 1,5 mg. Enthalten in: 200 g Lachs, 300 g Schweinefleisch, 200 g Leinsamen.

Vitamin B12 Nervenschmerzen, Konzentrationsstörungen, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen, Herzschwäche: Hinter all diesen Symptomen kann ein Mangel an Vitamin B12 stecken. Tagesbedarf: 3 Mikrogramm. Enthalten in: 50 g Forelle, 100 g Rind, 150 g Schwein.

Folsäure Gehört zu den wichtigsten B-Vitaminen, es wirkt entscheidend an Blutbildung und Zellteilung mit. Viele Menschen haben zu wenig Folsäure im Blut, was sich durch Müdigkeit und Konzentrationsschwäche bemerkbar machen kann. Tagesbedarf: 300 Mikrogramm. Enthalten in: 300 g Spargel, 100 g Kichererbsen, 150 g Rosenkohl.

Vitamin D Es schützt vor dem im Alter gefürchteten Knochenschwund (Osteoporose) und beeinflusst möglicherweise die Entstehung von Bluthochdruck, Rheuma, Depressionen und Diabetes. Tagesbedarf: 20 Mikrogramm. Enthalten in: 100 g Hering, 3 Eiern, 150 g Lachs.

Vitamin E Es ist ein starker Entzündungshemmer und ein Antioxidans: Das heißt, es schützt die Zellen vor Alterung und anderen schädlichen Umwelteinflüssen. Tagesbedarf: 12 mg. Enthalten in: 2 EL Weizenkeimöl, 80 g Haselnüssen, 350 g Fenchelgemüse.

Magnesium Einer der wichtigsten Vitalstoffe überhaupt: Magnesium ist an mehr als 300 Vorgängen im Körper beteiligt, es reguliert beispielsweise das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, die Freisetzung von Hormonen und den Zellstoffwechsel. Tagesbedarf: 300 mg. Enthalten in: 600 g Spinat, 200 g Mandeln oder 1 kg Bananen.

Gut zu wissen

Die Kraft der Kräuter Auch die Natur hat Nervennahrung im Angebot: Melisse, Passionsblume, Baldrian und Hopfen gibt es als Tee und Arznei in der Apotheke. Weniger bekannt ist der Rosenwurz: Diese eher unscheinbare Pflanze ist ein Überlebenskünstler, der in der kalten Arktis ebenso gedeiht wie im steinigen Hochgebirge. Forscher haben jetzt festgestellt, dass Rosenwurz-Extrakt widerstandsfähiger gegen Stress jeder Art macht.

Kategorien: