Neue App Dubsmash: Ist das Teilen der Videos legal?

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Foto: iStock/ Symbolbild

Strafbar oder erlaubt: Dürfen Videos über Dubsmash geteilt werden?

Seit einigen Wochen ist die neue App Dubsmash nicht nur in aller Munde, sondern auch auf Millionen Handys. User sollten allerdings vorsichtig sein.

Eines steht fest: Mit der neuen App Dubsmash können Videofans auf jeden Fall jede Menge Spaß haben. Seit einigen Wochen ist die App bereits sowohl für Android-Geräte wie auch für iPhones erhältlich.

Die Funktionsweise der App wird unten im Video erklärt. Es ist genauso einfach wie witzig: Der Nutzer nimmt ein Video von sich selbst auf, während er seine Lippen synchron zu einem ausgewählten Sound bewegt. Dies kann ein Zitat aus einem Film, ein Songtext oder auch ein besonders witziges Tiergeräusch sein. Die Datenbank von Dubsmash ist vielfältig. Dabei stellen die Betreiber nur die App selbst. Die verschiedenen Sounds werden von den Nutzern hochgeladen.

Es bleibt der Fantasie der Nutzer überlassen, wie kreativ ihre Unterhaltungen mithilfe dieser neuen App ausfallen. Dubsmash wird seinem Werbespruch "The fun way to communicate" (auf Deutsch: "Die lustige Art, zu kommunizieren") aber definitiv gerecht. Jonas Drüppel, Roland Grenke und Daniel Taschik, die die App ins Leben riefen, hatten mit Sicherheit sehr viel Spaß beim Programmieren.

Sobald das Video fertig ist, kann es fröhlich geteilt werden. Das geht entweder via Whatsapp, Facebook oder auch Instagram. Doch so toll es auch sein mag, auf diese Art und Weise miteinander zu kommunizieren: Nutzen sollten vorsichtig sein, wenn sie ihre Videos in die Welt hinausschicken.

Vor dem Hochladen eines Sounds, der verwendet werden soll, muss nämlich jeder Nutzer bestätigen, dass er keine Urheberrechte verletzt. Dies ist auch nicht der Fall, solange das fertige Video hinterher nur im eigenen Freundeskreis, also in einem privaten Rahmen geteilt wird. Wird ein Video - zum Beispiel mit einem Songtextauszug - aber unter anderem auf Facebook geteilt, könnten bereits Probleme auftreten. Denn um berühmte Zitate aus Filmen, Songtexte und Co. öffentlich teilen zu dürfen, müsste im Voraus erst eine Lizenz eingeholt werden. Die teilweise sehr großen Facebook-Freundeskreise werden nach dem geltenden Gesetz häufig nicht mehr als privater Rahmen gewertet.

Die Betreiber haben nicht die Möglichkeit, jeden einzelnen Sound, der hochgeladen wird, zu überprüfen. Sollten allerdings den Nutzern Urheberrechtsverletzungen auffallen, können sie den jeweiligen Sound über die App melden.

Wer dem Risiko einer Urheberrechtsverletzung aus dem Weg gehen möchte, kann die App trotzdem weiterhin nutzen. Lustige Tiergeräusche sind doch schließlich auch eine tolle Botschaft, die gerne an den einen oder anderen Freund verschickt werden, oder?

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