Neue Therapien gegen Lupus erythematodes

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Lupus erythematodes verursacht oft Hautprobleme.
Foto: corbis

Forschung

Hoffnung für Patienten mit Lupus erythematodes: Eine Gruppe von US-amerikanischen Forschungsunternehmen plant neue Wege in der medikamentösen Therapie der Autoimmunkrankheit. Die Unternehmen Pfizer, Merck Serono und das Broad Institute wollen mit Hilfe der Erforschung von molekularen Schlüsselfaktoren die Symptome von Lupus erythematodes besser behandeln können.

Lupus Erythemaodes, oder kurz SLE, verdankt ihren Namen dadurch, dass häufig die Haut des Patienten betroffen ist. Wird der Lupus (lateinisch für Wolf) nicht behandelt, erscheinen im Gesicht der Patienten oft Ekzeme, die an Wolfsbisse erinnern. Besonders tückisch sind die vielen verschiedenen Symptome, die SLE mit sich bringt: Die Betroffenen können nicht nur unter Hautproblemen leiden, hinzukommen Muskelbeschwerden, Organbeteiligungen, allgemeines Schwächegefühl und Gewichtsverlust.

Je nach Schweregrad der Krankheit gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Steroidhaltige oder vor Licht schützende Salben können bei einem schwachen Verlauf der Krankheit helfen. Darüber hinaus sind Medikamente, die das gestörte Immunsystem unterdrücken, wirksam. Auch Kortison wird bei der Therapie von SLE eingesetzt.

Die Ursachen von SLE sind bislang nicht endgültig geklärt. Fest steht: Das Blut der Betroffenen bildet Antikörper gegen die eigenen Zellen. Diese so genannten Autoantikörper binden sich an gesundes Gewebe und sorgen so für Entzündungen, wie beispielsweise auf der Haut im Gesicht. Die Forschergruppe will jetzt die für die Fehlfunktion verantwortliche molekulare Ursache erforschen. Dabei werden Daten von Patienten mit SLE gesammelt und klinische Proben ausgewertet. Ziel ist es so genannte Biomarker zu erkennen. Diese sind messbare Produkte von Organismen, die als Indikatoren von Krankheiten untersucht werden. Mithilfe dieser Daten sollen neue Angriffspunkte für medikamentöse Therapien entwickelt werden. Schon jetzt erwarten die Forscher innovative Behandlungsmöglichkeiten, um Patienten, die an SLE leiden, besser therapieren zu können.

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