Nie mehr Klümpchen! So einfach ist das mit der Gelatine

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Mit den richtigen Handgriffen wird das Eisparfait zum Kinderspiel.
Foto: RFF

Anleitung nach Bildern

Cremige Kuchen oder feine Desserts: Gelatine ist fester Bestandteil vieler Zutatenlisten. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie Gelatine richtig benutzen.

Sie lieben Panna Cotta, Bayrisch Creme und Creme-Desserts jeglicher Art? Haben sich aber selbst noch nicht daran getraut, weil Sie mit Gelatine auf Kriegsfuß stehen? Hervorragend! Eigentlich ist die Gelatine ein genügsamer Begleiter - wenn man ein paar kleine Regeln beherzigt.

Das Wichtigste vorweg

Auf einen halben Liter Flüssigkeit kommt 1 Päckchen Blatt Gelatine (6 Blätter), wahlweise 1 Päckchen gemahlene Gelatine.

Wird Gelatine mit frischen Ananas, Kiwis, Feigen oder Papayas verwendet, verliert sie an Gelierkraft. Werden die Früchte zuvor erhitzt, können sie problemlos bearbeitet werden.

Die Gelatine muss nach dem Einweichen zügig weiter verarbeitet werden. Wartet man zu lange, gehen ihre gelierenden Eigenschaften verloren.

Gelatine darf niemals gekocht werden! Sie verträgt ausschließlich kalte und lauwarme Temperaturen.

Wird die lauwarme und flüssige Gelatine sofort zu der kalten Creme gegeben, riskiert man Klümpchen. Immer zuerst die Temperaturen angleichen.

Sie ernähren sich vegetarisch oder vegan? Kein Problem! Es gibt diese pflanzlichen Alternativen zur Gelatine.

1. Die Blatt-Gelatine in kaltes Wasser legen und für 5-10 Minuten einweichen lassen. Wichtig: Die Blätter immer einzeln quellen lassen. Andernfalls passiert es schnell, dass die Blätter zusammenkleben oder nicht richtig aufgequollen sind.

2. Die gequollenen Blätter mit den Händen leicht ausdrücken.

3. Bereiten Sie eine kalte Creme zu, müssen die eingeweichten und ausgedrückten Gelatineblätter unter Rühren und bei schwacher Hitze aufgelöst werden. Vorsicht!!! Ist die Temperatur zu hoch, verliert die Blattgelatine an Gelierkraft.

Brauchen Sie die Gelatine für eine heiße Flüssigkeit, kann die eingeweichte und ausgedrückte Creme direkt unter die Flüssigkeit gerührt werden.

4. So vermeiden Sie Klümpchen! Geben Sie 1-2 EL der kalten Creme in die lauwarme und flüssige Gelatine und verrühren beides miteinander.

5. Wenn sie die Temperatur der beiden Flüssigkeiten angeglichen haben, können Sie die Gelatine-Masse unter Rühren zur restlichen Creme geben.

6. Stellen Sie die Creme so lange kalt, bis die Masse mit dem Gelieren beginnt. Jetzt können Sie laut Rezept fortfahren. Bis die Gelatine vollständig ausgehärtet ist, kann es 4 bis 6 Stunden, manchmal auch länger dauern. Den Kuchen oder das Dessert vorsichtshalber immer über Nacht kühl stellen.

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