Niemand kann eine gute Mutter sein

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Sie ist die Frau, die offen ausspricht, was allen Müttern schwer fällt
Foto: Adam Berry / Getty Images

Was würde Müttern WIRKLICH helfen?

Niemals war es so schwer wie heute, eine gute Mutter zu sein. Frauen versuchen, es allen rechtzumachen und zu viel unter einen Hut zu bringen. Anstrengend und überfordernd! Diese Frau bringt diesen Eindruck vieler Mamas jetzt auf den Punkt

Mutter zu sein, ist wunderschön - und extrem anstrengend. Soweit, so bekannt. Frauen haben es mittlerweile zunehmend schwer, es gleichzeitig allen recht zu machen. Sie sollen sich liebevoll und vernünftig um ihre Kinder kümmern. Am besten auch noch arbeiten. Und sich selbst verwirklichen. Das ist fast nicht zu schaffen – und trotzdem versuchen es viele Mamas Tag für Tag.

Wie hoch und vor allem auch falsch die Erwartungen sind, die auf Müttern lasten, formuliert jetzt auch Manuela Schwesig. Die Familienministern hat der "Bild am Sonntag" ein Interview gegeben. "Als Frau kann man es eigentlich niemandem recht machen", sagte sie in dem Gespräch. "Wer sich nicht für Kinder entscheidet, wird schräg angeguckt. Wer dann auch noch Erfolg im Beruf hat, ist die egoistische Karrierefrau. Wer sich für Kinder entscheidet und zu Hause bleibt, ist 'nur Hausfrau'. Wer Kinder hat und arbeitet, ist die Rabenmutter. Diese Stereotypen und Rollenklischees müssen endlich aufgebrochen werden."

Ihr Rat: mehr Gelassenheit. In anderen Ländern wie in Frankreich sei es völlig normal, dass sich Frauen in ihrer Rolle als Mutter nicht so stressen (lassen). „Die Frauen setzen sich und andere nicht so unter Druck.“

Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber tatsächlich hat die Ministerin recht: Wo soll die Veränderung anfangen, wenn nicht bei uns Frauen und Müttern selbst?

Natürlich sind aber nicht allein Privatpersonen in der Verantwortung. Schwesig formuliert 3 Wünsche an den Staat:

  • Gebührenfreie Kitas und Kinderbetreuung in ganz Deutschland
  • Eine auf 32 Stunden verringerte Arbeitswoche für Mütter und Väter – das fehlende Gehalt müsse der Staat ausgleichen
  • Bessere Steuerregelungen für Famlien

Ganz praktisch will die Bundesfamilienministern zumindest schon mal 100 Millionen Euro in die Hand nehmen, damit die Öffnungszeiten von Kitas & Co. besser werden. Wichtig sind ihr Öffnungszeiten früh morgens, am Abend und nachts.

Es hat lange gedauert, bis die Familienministerin so eindeutig zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie Stellung nimmt. Umso besser, jetzt diese Wahrheiten von ihr zu hören, mit der Mütter jeden einzelnen Tag zu kämpfen haben.

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