Nike+ Fuelband SE im Test

nike fuelband se im test
SHAPE-Test
Foto: Thinkstock

SHAPE-Test: Nike+ Fuelband SE

Spielzeug oder Motivator – was steckt wirklich in dem Nike+ Fuelband? Und sorgt es tatsächlich dafür, dass wir uns mehr bewegen? Wir wollten es wissen und haben das Fitness-Armband unter die Lupe genommen.

Montagnachmittag, 17:12 Uhr: „1.208 Fuel“, „2 Hours won“, „236 Calories“ und „4.295 Steps“ – so lautet die Zwischenauswertung meines Nike+ Fuelbands für heute. Gar nicht so schlecht, zumal der Tag ja noch ein paar Stunden hat und der „Freizeit“-Part ja erst noch kommt. aber was kann ich mit dem täglichen Output des Fitness-Armbandes aus dem Hause Nike wirklich anfangen?

Für alle, die das Fitness-Armband noch nicht kennen, erstmal ein paar Infos vorab: Bei dem Nike+ Fuelband SE handelt es sich rein optisch erstmal um einen schwarzen ovalen Armreif, der wahlweise mit Pink, Grün oder, Orange abgesetzt oder in ganz in Schwarz gehalten ist und mit einem Knopf an der Oberseite versehen ist. Das Band ist in den Größen S, M/L und XL erhältlich. Jedem Modell liegt ein Erweiterungsglied bei, so sind auch Zwischengrößen kein Problem.

Was kann das Nike + Fuelband SE?

Damit ich voll durchstarten kann, lege ich mir erstmal ein Nike+-Profil an. Hierfür gebe ich meine Daten wie Name, Alter, Größe und Gewicht ein und fertig. Dann verquicke ich das Fuelband mit meinem Profil. Ich gebe an, welche Daten ich auf dem Band abrufen möchte: „Fuel“, „Won Hours“, „Calories“, „Steps“ und „Time“. Dann noch, an welchem Arm ich das Band trage: rechts. Und schon kann’s losgehen.

All diese Daten kann ich von nun an jederzeit und überall abrufen: Drücke ich auf den Knopf, zeigt das Fuelband sein wahres Gesicht, oder besser unser wahres Bewegungspensum. Einmal drücken: „Fuel“ – hierbei handelt es sich um die Nike-eigene Währung, die misst, wie viel oder wenig wir uns über den Tag bewegen. Der Bandträger kann je nach Ehrgeiz sein ganz persönliches Tagesziel festlegen. Ich will es nicht gleich übertreiben und logge mich bei einem Tagesziel von 2.500 Fuel ein.

Bewegungspensum per Knopfdruck

Zwei Mal drücken: „Hours won“ – bei den gewonnen Stunden handelt es sich um die Stunden, in denen man sich tagsüber ausreichend bewegt hat. Drei Mal drücken: „Calories“ – hierbei handelt es sich um die Kalorien, die durch die gemessene Bewegung verbrannt wurden. Vier Mal drücken: „Steps“ – hier werden die Schritte, die der Bandträger zurückgelegt hat, angezeigt. Fünf Mal drücken: „Time“ – kann man auch immer brauchen.

Ich muss zugeben, das Fuelband SE hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mich durch meinen aktuellen Bewegungsstand klicke und prüfe, wie viel Energie ich damit schon verbrannt habe. Und stimmen mich die aufgerufenen Daten nicht zufrieden, tendiere ich immer häufiger zu einer aktiven Abendgestaltung: eine Runde Joggen mit einer Freundin , einen Kurs im Fitnessstudio oder auch einfach ein ausgedehnter Stadtbummel nach der Arbeit. Das treibt nicht nur die „Fuel“ in die Höhe, sondern tut nach mehr als acht Stunden sitzen auch extrem gut.

Mehr Bewegung dank Fuelband?

Und ich freue mich jeden Abend wieder aufs Neue, wenn mein Fuelband mich mit einem blinkenden „Goal“ für meinen aktiven Tag belohnt. In Sachen Motivation hat mich der funktionelle Armschmuck schon mal überzeugt. Wer möchte, kann seine Daten mithilfe der dazugehörigen App (gibt es derzeit allerdings nur für iPhones ab Version 4s) mit seinen Freunden oder Mitstreitern austauschen. Mir persönlich reicht es vollkommen aus, meine Daten regelmäßig über mein Nike+-Profil am Rechner für mich selbst auszuwerten.

Fazit: Ja, ich bin Fan und trage das Fuelband nach wie vor täglich. Allerdings nur tagsüber, auch wenn mir dadurch so manches Fuel verloren geht. Aber gut, mir reicht es, mein Bewegungslevel tagsüber zu messen. Nachts will ich nur eines: schlafen. Tatsächlich motiviert mich mein schmucker Coach am Handgelenk auf jeden Fall, mich zu bewegen, auch an „fauleren“ Tagen – Tendenz steigend.

Aber natürlich ersetzt das Fuelband SE keine Sport-Uhr. Um Herzfrequenz und GPS-Daten abzurufen, trage ich beim Laufen oder auf dem Crosstrainer daher zusätzlich ein entsprechendes Messgerät. Zumal man beim Fuelband auch in Sachen Genauigkeit Abstriche machen muss, da es wirklich auf jede Bewegung reagiert, selbst wenn man nicht wirklich „aktiv“ ist. Für den Alltag ist es aber ein extrem stylisches Motivations-Gadget. Preis: um 140 Euro

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