Nikotin: Wie macht sich eine Sucht bemerkbar?

nikotinsucht
Auch Nikotin ist ein gefährlicher Suchtstoff.
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Inhalt
  1. Was ist Nikotin?
  2. Psychische Abhängigkeit
  3. Körperliche Abhängigkeit
  4. Symptome einer Abhängigkeit
  5. Wer ist betroffen?
  6. Todesrate
  7. Warum macht Nikotin so schnell abhängig?
  8. Kriterien für eine Nikotinsucht
  9. Therapie

Dass Nikotin eine ernst zunehmende Droge ist, wird von den meisten Menschen eher abfällig hingenommen. Da es sich um eine legale Droge handelt, geht dem Stoff die Gefahr verloren. Gerade deshalb sollte dieses Suchtmittel genauer erläutert werden.

Was ist Nikotin?

Nikotin oder auch Nicotin ist ein natürliches Alkaloid, das in der Tabakpflanze mit einem Gehalt von 5 % vorkommt. Es ist eine pflanzliche Stickstoffverbindung, die auf Nerven und Gehirn wirkt.

Die Abhängigkeit kann durch jede Form des Konsums eintreten (Zigarette, Zigarre, Pfeife, Tabak schnupfen). Der größte Teil der Menschheit entwickelt eine Sucht durch das Rauchen.

Der Wirkstoff kann sowohl psychisch als auch körperlich abhängig machen.

Psychische Abhängigkeit

Eine psychische Abhängigkeit entsteht dann, wenn der Konsument mit der Aufnahme des Nikotins positive Ereignisse verbindet. Hierbei spielt das Belohnungssystem im Hirn eine große Rolle. Es verschafft eine innere Ruhe und Zufriedenheit, die immer wieder hervorgerufen werden möchte.

Körperliche Abhängigkeit

Bei der körperlichen Abhängigkeit treten Symptome oft erst während des Entzugs auf. Das kann von Verstimmungen über Schweißausbrüche bis zu Angstattacken führen.

Symptome einer Abhängigkeit

Wenn man einem Süchtigen das Nikotin entzieht, können schon nach kurzer Zeit erste Symptome des Entzugs auftreten, die sich meist durch innere Unruhe, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Angst und Schlafstörungen bemerkbar machen.

Wer ist betroffen?

In Deutschland rauchen fast 20 Millionen Menschen regelmäßig. Davon ist ein Großteil abhängig. Dabei liegt der prozentuale Anteil der männlichen Süchtigen (33 %) höher als bei den weiblichen (27 %). Der höchste Anteil der Nikotinsüchtigen liegt in der Altersgruppe von 18-29.

Todesrate

Allein in Deutschland sterben jährlich rund 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, davon sind circa 30 % Krebspatienten.

Warum macht Nikotin so schnell abhängig?

Nikotin zeichnet sich vor allem darin aus, dass es die sogenannte Blut-Hirnschranke überwinden kann. Das hat zur Folge, dass der Stoff von der Lunge sehr schnell in die Blutbahn und somit ins Hirn gelangt. Dort angekommen kann es, aufgrund seiner sehr ähnlichen Struktur eines körpereigenen Botenstoffs, einfach an bestimmte Areale andocken und bewirkt dadurch die Ausschüttung von Dopamin (Glückshormon), Serotonin (zuständig für emotionale Prozesse) und Endorphin (schmerzlindernd).

Das wiederum lässt den Blutdruck steigen, das Herz schlägt schneller, die Körpertemperatur sinkt und die Durchblutung wird vermindert.

Nach relativ kurzer Zeit sinkt der Gehalt des Nikotins im Hirn und das Belohnungszentrum möchte mehr von diesem Stoff. Das führt zu einem Suchtkreislauf.

Wann steigt die Gefahr einer Sucht?

Schon ab einer Menge von 6 Zigaretten pro Tag ist die Gefahr eine Sucht zu entwickeln gegeben.

Kriterien für eine Nikotinsucht

Es wird zunehmend mehr Nikotin benötigt, um die Wirkung zu erreichen, bei einem Fehlen des Stoffs treten Entzugserscheinungen auf, der Drang eine zu rauchen ist enorm, durch das Rauchen werden andere Aktivitäten vernachlässigt.

Therapie

Eine Nikotinsucht kann auf verschiedene Arten therapiert werden. Zur Linderung der Entzugserscheinungen können Nikotinpflaster verwendet werden, um den Kopf auszutricksen können Sie E-Zigaretten verwenden, zu Hypnosetherapien gehen oder Kräuterzigaretten erwerben.

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