Oktoberfest: Zwölf überraschende Fakten zu den Wiesn

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Das Oktoberfest ohne Bier? Kaum vorstellbar!
Foto: Thinkstock

Das wussten Sie noch nicht!

Von Nobelpreisträgern als Hilfsarbeiter über indische Lederhosen bis zu den geheimen Ursprüngen der Trinksprüche: Wir haben spannende Fakten zum Oktoberfest!

Schon zum 180. Mal findet dieses Jahr das Münchner Oktoberfest statt. Klar, dass sich im Laufe dieser vielen Jahren einige witzige Anekdoten und wissenswerte Fakten rund um das größte Volksfest der Welt angesammelt haben.

Die Reise-Preisvergleichs-Website Momondo hat zwölf der skurrilsten und überraschendsten Fakten rund um das traditionsreiche Oktoberfest gesammelt.

Diese Fakten dürften selbst so manchen Münchner überraschen - und garantiert spannende Gespräche in Gang halten...

1. Alkohol? Nicht auf dem Oktoberfest! Oder?

Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Doch zu Beginn gab es aus dem Oktoberfest keinerlei Alkohol. Die Veranstaltung war ja auch eher als eine Art Sportfest geplant. Daher konnte man alkoholische Getränke wie Bier und Wein nur außerhalb des Festgeländes kaufen. Schnell merkten die Veranstalter und die Stadtverwaltung jedoch, dass es sinnvoll wäre, den Verkauf auf dem Gelände zu erlauben. Seit 1880 erst gibt es Bier auf dem Oktoberfest - und das Thema Sport rückte immer weiter in den Hintergrund.

2. Ist das Kunst oder kann das weg?

Das Kunstprojekt "Les désastres de la biere" rückt in den Mittelpunkt, wo andere lieber wegsehen. Bilder von den "Oktoberfest-Opfern": Betrunkene, die sich vor aller Augen übergeben, die Hosen runterlassen oder auch schlichtweg die Blase entleeren. Nicht schön, aber Kunst will ja auch nicht nur die schönen Seiten des Lebens zeigen.

3. Preiset das Bier

Dass das Bier auf dem Oktoberfest jedes Jahr teurer wird, hört und spürt man immer wieder. Dieses Jahr soll eine Maß bis zu 9,85 Euro kosten. Wie drastisch der Preisanstieg ist merkt man erst, wenn man in die Vergangenheit schaut. Denn zwischen 1950 und 2010 ist ein Preisanstieg um satte 1081 Prozent zu verzeichnen!

4. Nobelpreisträger baut Oktoberfest-Zelte auf

Auch das größte Genie hat mal klein angefangen. Denn bevor Albert Einstein die Relativitätstheorie entdeckte, half er als 17-jähriger Junge beim Aufbau des Schottenhamel-Festzeltes auf dem Oktoberfest.

5. Grüße vom Oktoberfest in München

Zum Oktoberfest gehen nicht nur Münchner. Viele Menschen reisen von weit her an, um auf dem größten Volksfest der Welt zu feiern. Damit die ein paar Grüße an ihre Lieben in die Heimat schicken können, errichtet die Deutsche Post jährlich ein eigenes Postamt, an dem Souvenirs und Karten in aller Herren Länder verschickt werden können. 2012 wurden dort über 130.000 Sendungen verschickt.

6. Big Business Oktoberfest

Sagenhafte 74.365 Artikel finden sich aktuell (Stand 16.09.2013) auf Ebay unter dem Stichwort "Oktoberfest". Es gibt aber auch so viel, was man haben könnte: von den passenden Trachten über die schönste Oktoberfest-Deko fürs eigene Zuhause bis zu lustigen Sonnenbrillen und Bierkrügen.

7. 20 Jahre Wartezeit fürs Oktoberfest

Dass die Plätze IN einem Bierzelt auf dem Oktoberfest begehrt sind, ist bekannt. Doch auch auf der anderen Seite braucht man viel Geduld: Als Wirt kann man schon mal 20 Jahre warten, bis man ein eigenes Festzelt auf dem Volksfest überhaupt aufbauen darf. Wer sich bei der Stadt München bewirbt, landet auf einer langen Warteliste, auf der erst ein Platz frei wird, wenn ein anderer sich verabschiedet. Und teuer wirds auch noch: Rund zwei Millionen Euro kann der Auf- und Abbau eines Festzeltes kosten. Deshalb schaffen es nur die erfahrensten Münchner Wirte, Gäste auf der Theresienwiese begrüßen zu dürfen.

8. Eine Maß = Acht Gläser Schnaps

Kann nicht sein? Oh doch! Denn das Bier, das auf dem Oktoberfest ausgeschenkt wird, ist kein normales Helles. Der Gerstensaft verfügt über eine höhere Stammwürze und hat daher einen bis zu 1,3 Prozent höheren Alkoholgehalt. Das Bier wird extra fürs Oktoberfest gebraut.

9. Weitgereiste Lederhosen

Die Lederhosen, die auf dem Oktoberfest zum Standard-Outfit gehören, sind typisch deutsch - aber selten aus Deutschland . Denn meist haben die Ziegen, aus deren Leder die Hosen hergestellt werden, zuvor noch in Indien oder Pakistan gegrast.

10. Auf dem Oktoberfest wird gesächselt!

"Ein Proooosit, ein Prooooosit der Gemüüüütlichkeeeeiiit!" Gerne wird dieser Trinkspruch auf dem Oktoberfest gesungen und anschließend natürlich ein großer Schluck aus der Maß genommen. Doch typisch bayrisch ist dieser Spruch nicht. Er wurde von dem Chemnitzer Musiker Bernhard Dittrich verfasst.

11. Angebot und Nachfrage

Wenn die Nachfrage auf ein begrenztes Angebot steigt, dann steigen auch die Preise. Die Hotelpreise in München können sich zu Wiesn-Zeiten daher schon mal verdoppeln. Lediglich bei Unterkünften der Extraklasse, wie der teuersten Hotelsuite der Stadt, bleiben die Preise konstant. Die "Royal Ludwig Suite" im Hotel Vier Jahreszeiten wartet mit Cararra-Marmor, Fußböden aus Kalbsleder und einem 24-Stunden Butler-Service auf und kostet stolze 15.000 Euro pro Nacht.

12. Nichts wie weg!

Das Oktoberfest hat allerdings nicht nur Fans, so dass viele Münchner gezielt zur Wiesn-Zeit lieber die Stadt verlassen. Die Reise-Metasuchmaschine Momondo hat herausgefunden, dass rund 27.000 Münchner genau in den zwei Wochen, in denen in ihrer Heimat das Oktoberfest stattfindet, ihren Urlaub angehen. Besonders beliebt sind dieses Jahr die Ziele Bangkok, Kopenhagen, Lissabon, Istanbul und New York.

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