Orthokin-Therapie: Eigenbluttherapie bei Arthrose

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Die Eigenbluttherapie soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.
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Selbstheilungsprozess aktivieren

Die Orthokin-Therapie will Arthrose ursächlich mit körpereigenen Botenstoffen behandeln. Diese Form der Eigenbluttherapie gilt jedoch als umstritten, da bislang keine fundierten wissenschaftlichen Belege für eine erfolgreiche Wirksamkeit vorliegen

Grundlagen der Orthokin-Therapie

Diese Form der Eigenbluttherapie will den Selbstheilungsprozess des Körpers aktivieren. Gleichzeitig soll sie auch entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Die Orthokin-Therapie geht nämlich davon aus, dass die Knorpelabnutzung bei Arthrose auf unterschwellige Entzündungen im betroffenen Gelenk zurückzuführen sind. Befindet sich das betroffene Gelenk noch nicht im Endstadium der Arthrose , soll durch die Orthokin-Therapie nicht nur ein Voranschreiten der Erkrankung gestoppt werden, sondern sogar eine Regeneration des geschädigten Knorpels möglich sein. Je nach Schwere der bestehenden Arthrose sollen dafür vier bis sechs Sitzungen notwendig sein. Nach zwei Jahren sollte die Eigenbluttherapie außerdem wiederholt werden.

So wird die Eigenbluttherapie durchgeführt

Im ersten Schritt wird dem Patienten mit der Spezialspritze, die kleine oberflächenbehandelte Glasperlen enthält, Blut aus der Armvene entnommen. Darauf folgt eine mehrstündige Inkubationszeit, bei der die Immunzellen der Blutprobe im Innern der Spritze mittels einer Proteinsynthese zur Produktion eines körpereigenen Hemmstoffes angeregt werden.

Die Proteine werden dann vom Blut getrennt, man erhält so eine konzentrierte Eiweißlösung oder auch Orthokin. Diese konzentrierten Hemmstoffe können dem Auslöser der unterschwelligen Entzündungen zum Beispiel im Knie entgegenwirken. Hierzu wird das Orthokin in das von Arthrose betroffene Gelenk zurückinjiziert.

Kritik an dieser Behandlungsmaßnahme von Arthrose

Die Orthokintherapie gilt als umstritten. Bisher durchgeführte Studien waren lückenhaft oder erreichten nicht das statistische Signifikanzniveau. Eine eindeutige Wirksamkeit des bei der Eigenbluttherapie eingesetzten Substanzgemischs konnte somit nicht nachgewiesen werden. Zudem besteht bei solch intraartikulären Injektionen wie bei der Orthokin-Therapie das Risiko von Infektionen, obwohl keine Wirksamkeit bestätigt ist.

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