Palmöl - Teil einer gesunden Ernährung?

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Für die Produktion von Palmöl werden hektarweise Regenwald vernichtet.
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Ungesättigte Fettsäuren

Palmöl steckt in jedem zweiten Supermarktprodukt - doch Palmöl besteht zu rund 50 Prozent aus ungesunden Fetten. Wie können wir dieses Problem lösen?

Schokoriegel, Speise-Eis, Kekse, Bratfett, Fertigsuppen ... Die Regale unserer Discounter und Supermärkte sind voll mit Lebensmitteln, die Palmöl enthalten. Und die weltweite Nachfrage wächst ständig. Umwelt-Organisationen warnen vor gravierenden Folgen für Tropenwälder. Lässt sich diese Entwicklung noch stoppen?

Woher kommt Palmöl?

Palmöl ist ein Pflanzenöl, das aus den Früchten der Ölpalme hergestellt wird. Diese wird vorwiegend in Indonesien und Malaysia angebaut. Für die Palmöl-Gewinnung werden große Flächen intakten Regenwaldes abgeholzt. Zusammengerechnet sind die Anbauflächen so groß wie ein Drittel der Bundesrepublik Deutschland.

Worin ist Palmöl enthalten?

In diversen verarbeiteten Lebensmitteln. Auch Shampoos, Waschmittel und Biokraftstoffe enthalten das Öl - weil es besonders günstig produziert werden kann.

Palmöl nur in Maßen genießen

Wie gesund ist Palmöl?

Gesättigte Fettsäuren gehören zu den ungesunden Fetten , die wir nur in Maßen zu uns nehmen sollten. Palmöl besteht zu rund 50 Prozent aus diesen Fettsäuren. Um Herz- und Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, sollten wir Palmöl nicht ständig in unsere Ernährung einbauen. Verwenden Sie zum Braten und Kochen kein Palmfett, sondern ein Pflanzenöl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Experten empfehlen Rapsöl. Es enthält gesunde Omega-3-Fettsäuren.

Welche Produkte sollte man weglassen?

Palmöl versteckt sich fast überall - und nicht immer können oder wollen wir auf Fertigprodukte verzichten. Hier hilft der Blick auf die Zutatenliste. Bislang war es den Herstellern möglich,Palmöl nicht zu nennen. Sie durften neutrale Bezeichnungen auf die Packung drucken, etwa "Pflanzenfett". Die seit Dezember 2014 geltende Kennzeichnungsverordnung für Lebensmittel schreibt jedoch vor, dass Palmöl in der Zutatenliste jetzt explizit genannt werden muss. Hierdurch ist es für uns Verbraucher nun wesentlich einfacher, Produkte mit Palmöl zu erkennen - und zu vermeiden. Denn nur wenn wir unser Konsumverhalten ändern, führt das auch zu einem Umdenken bei den Lebensmittelproduzenten.