Parkinson: Mitophagie-Defekt sorgt für Zellensterben

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Mitophagie ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Behandlung von Parkinson-Patienten.
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Neurologie

Parkinson wird durch einen genetischen Defekt verursacht, fanden Wissenschaftler von der University College London Institute of Neurology in einer neuen Studie heraus. Dieser genetische Defekt sorgt dafür, dass unser Körper defekte Mitochondrien nicht mehr abbaut.

Mitochondrien sind von einer Doppelmembran umgebene Bestandteile einer Körperzelle, die eigene Erbsubstanzen enthalten und als "Energiekraftwerke" im menschlichen Organismus funktionieren. Sie kommen vor allem in Muskel-, Nerven-, Sinnes- und Eizellen vor.

Unser Körper hat eine Art Kontrollsystem, dass präzise solche defekten Mitochondrien im Körper abbaut. Dieser organische Prozess heißt "Mitophagie". In der aktuellen Studie haben die Forscher nun herausgefunden, dass der Prozess übergangen werden und durch Mutationen im Gen FBxo7 die defekten Mitochondrien im Körper bleiben können.

Bei Menschen, die mit Parkinson diagnostiziert sind, sammeln sich demnach diese defekten Mitochondrien im Körper vermehrt an, was letztlich zum Absterben der Gehirnzellen führt.

Die aktuelle Studie, die im Nature Neuroscience Magazin veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass bei der zukünftigen Diagnose und Therapie von Parkinson die "Mitophagie" der Schlüssel zum Erfolg ist.

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