Peter Maffay: Der Lungenkrebs zähmte den Rockstar

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"Das war ganz schön kaputt", gesteht Peter Maffay.
Foto: Getty Images

"Wenn die Angst groß genug ist, ist es einfach"

Diagnose: Lungenkrebs! Als Peter Maffay (63) dies hörte, war der Schock riesig. "Vielleicht kann man einen Lungenflügel wegnehmen, dann kannst du wieder atmen und mit einer halben Lunge eine Zeit lang leben und vielleicht singen", sagte der Arzt damals zu dem Sänger. In solchen Momenten sieht man sein Leben bereits an einem vorbeiziehen.

In einem bewegenden Interview mit dem "ZEITmagazin" verriet Peter Maffay Details zu dieser Schreckensnachricht. "Ich habe dann von einem Tag auf den anderen aufgehört zu trinken und zu rauchen", sagt er. Und gesteht: "Wenn die Angst groß genug ist, ist es einfach. Ich hatte einfach Angst um mein Leben."

Glücklicherweise handelte es sich um eine Fehldiagnose. Es war ein Virus, den der Arzt fälschlicherweise für Lungenkrebs gehalten hatte. Nach zwei Wochen war die Sache ausgestanden.

Doch der Schock blieb und damit auch ein neues Leben: ohne Rauchen, ohne exzessiven Alkoholkonsum. "Glück gehabt. Da dachte ich mir, das ist deine Chance", sagt Peter Maffay heute rückblickend. Für ihn war es eine Warnung. Alle guten Ratschläge hatte er bis dahin ausgeschlagen.

Er trank jahrelang zwei, drei Flaschen Whisky am Tag. Seine Sekretärin wollte sogar seine Flaschen verstecken. "Flaschenverstecken ist nicht deine Aufgabe", sagte Peter Maffay ihr damals. "Das war ganz schön kaputt."

Doch die Fehldiagnose veränderte sein Leben komplett. Seither habe er mal ein Bier oder ein Glas Wein getrunken, Whiskey habe er nie wieder angerührt. "Und die Lust auf Zigaretten ist einfach vorbei."

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