Diese Badeseen solltet ihr besser meidenPfui! Diese Bakterien lauern im Badesee

Pfui! Diese Bakterien lauern im Badesee
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Schwimmen

Sommerzeit, Badezeit! Aber Achtung, manchmal ist es besser, sein Badezeug gar nicht erst auszupacken – denn manche Flüsse und Seen sind ganz schön schmutzig und voller Bakterien. Von Wasserqualität kann man da kaum sprechen. Hier erfahren Sie, wie sauber Ihr liebster Badesee ist.

 

So schön kaltes Wasser! Wenn dieser Tage die Temperatur Richtung heiß steigt, wollen wir alle nur noch eins: Klamotten aus und ab ins Nass! Mancher Schwimmausflug kann aber böse Folgen haben. Dann nämlich, wenn Darmbakterien wie Escherichia coli (E.coli) und Intestinale Enterokokken (IE) im Wasser sind. „Beide gehören zu den Darmbakterien von Menschen und warmblütigen Tieren. Sie können zwar auch selber Krankheiten verursachen, dienen aber vor allem als Indikatoren für die Existenz noch gefährlicherer Krankheitserreger und bestätigen die Nähe einer entsprechenden Verschmutzungsquelle“, erklärt der ADAC, der regelmäßig die Qualität deutscher Badeseen prüft.

 

Ins Wasser gelangen die Bakterien zum Beispiel durch die Ausläufe von Kläranlagen oder naturgedüngte Äcker. Auch große Ansammlungen von Wasservögeln lassen die Zahl der Bakterien in die Höhe schnellen. Bei Flüssen wie der Elbe steigt die Bakterienbelastung besonders nach starken Regenfällen. Dann gelangt Mischwasser aus Regen- und Abwasser aus dem Sielnetz in den Fluss.

 

Wer mit solchen Bakterien in Kontakt kommt, kann sich zum Beispiel Durchfall, Fieber oder Entzündungen der Bindehaut zuziehen. Damit das nicht passiert: am besten vorher die Wasserqualität checken! Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

1. Von Berlin bis Bayern: In Deutschland gibt es gut 2000 offiziell gemeldete Badegewässer. Die Bundesländer überprüfen jeweils die Qualität der Gewässer innerhalb ihrer Grenzen. Die Ergebnisse werden online veröffentlicht. Das Umweltbundesamt hat die Seiten in einer Übersichtskarte versammelt. Im Jahr 2012 waren die Ergebnisse ausgesprochen positiv. Von den 2295 getesteten deutschen Binnen- und Küstenbadestellen wurden nur acht als schlecht beurteilt.

 

2. Müll am Strand, Windeln im Wasser? Der ADAC misst die Wasserqualität von Badeseen durch Proben aus dem Flachwasser am Strand. So sollen die Ergebnisse der Bundesländer ergänzt werden, bei deren Untersuchungen die Proben aus tieferem Wasser entnommen werden. Die Untersuchungen des ADAC geben Hinweise auf hygienische Probleme am Strand und im ufernahen Flachwasser. 2013 wurden 41 Badeseen in der Nähe von zwölf deutschen Großstädten untersucht. Schlecht abgeschnitten haben dabei zum Beispiel der Große Müggelsee bei Berlin und der Stadtparksee in Hamburg. Hier gibt es alle aktuellen Ergebnisse (Stand 2016) .

 

3. Im Detail: Viele deutsche Städte geben auf ihren Internetseiten Auskunft zur Qualität der Gewässer in der Stadt. So warnt zum Beispiel Hamburg vor dem Baden in der Elbe . „Die Elbe erfüllt die bakteriellen Anforderungen der Europäischen Union an ein Badegewässer nicht. Auch aus Sicherheitsgründen ist die Elbe zum Baden ungeeignet.“

 

Gefährlich werden große Flüsse wie die Elbe und der Rhein durch die mangelnde Sichttiefe, die starke Strömung und den Schiffsverkehr. Wer dort badet, kann eventuelle Hindernisse nicht sehen und wenn etwas passiert, haben es auch die Such- und Rettungsmannschaften schwer. Und wenn Schiffe am Badestrand vorbeifahren, können Schwimmer in Richtung Fahrrinne gezogen werden. Am Badesee ist es auf jeden Fall sicherer.

 

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