Plus-Size-Joggerin wehrt sich mit starkem Brief gegen Mobber

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Joggerin Lindsey Swift lässt sich blöde Kommentare über ihr Gewicht nicht gefallen.
Foto: iStock/ Symbolbild

"Damit eins klar ist: Ich schäme mich nicht für meinen Körper!"

Ja, Joggerin Lindsey Swift weiß, dass sie einige Kilos mehr auf den Hüften hat. Deswegen darf sie dennoch niemand beleidigen. Das macht sie mit ihrem starken Brief auf Facebook ganz deutlich.

Für Lindsey Swift ist es ein ganz normaler Tag. Zusammen mit ihrem Freund absolviert sie eine Joggingrunde in der englischen Stadt Barnsley. Bis neben ihr plötzlich ein Auto langsamer wird und sich ein Mann aus dem Fenster beugt, um mit sarkastischem Unterton eine Cover-Version von Mikas Song "Big Girl (You are beautiful)" zu singen.

Wie Lindsey selbst sagt, ist es eigentlich nicht ihre Art ist, sich über solche Kommentare Gedanken zu machen. Um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: "Idioten sind schließlich Idioten." Doch in diesem Fall fühlt sie sich dazu berufen, diesem Kerl einmal gehörig die Meinung zu sagen, um anderen Frauen mit mehr Gewicht , die weniger selbstbewusst sind als sie, zu zeigen, dass sie sich von so etwas nicht den Spaß am Laufen verderben lassen sollen.

Auf Facebook veröffentlicht sie einen offenen Brief an den gemeinen Mobber, der sich über sie lustig gemacht hat, und zeigt ihm, was sie von ihm hält. Schon ihre ersten Sätze verweisen den Kerl in die Schranken:

"Ja, ich bin ein schweres Mädchen und ja, ich bin schön. Danke, dass du es bemerkt hast. Ich bin mir nicht sicher, wem du sagen wolltest, dass ich fett bin, denn du hast ganz offensichtlich Augen im Kopf und außer dir waren nur mein Freund und ich da. Ich versichere dir, dass ich selbst einen Spiegel besitze und dass auch mein Freund meinen Körper schon gesehen hat - er hat ebenfalls Augen. Bitte sag' es niemanden, aber ich denke, er mag meinen Körper sogar."

Schon an dieser Stelle wird klar, mit welcher Stärke sich Lindsey Swift gegen die Mobbing-Attacke zu verteidigen weiß. Doch es geht noch weiter:

"Damit eins klar ist: Ich schäme mich nicht für meinen Körper. Er hat mich noch nie von irgendwas abgehalten, was ich tun wollte. Mein fetter Körper hat Dinge getan, von denen du nur träumen kannst. Mein fetter Körper ist in kristallklarem Wasser in Thailand geschwommen, das du bisher wahrscheinlich nur im Fernsehen zu Gesicht bekommen hast. Er hat in Ländern gelebt, von denen du noch nicht einmal träumen kannst, und hat Kulturen gesehen, die dein beschränkter Verstand nicht wertzuschätzen weiß. Meine fetten Beine haben mich schon mehrere Berge hinauf getragen und mein fettes Hirn beherrscht Sprachen, die du wahrscheinlich nicht lernen wollen würdest. Darum verbringst du auch so viel Zeit in deinem Van - weil du nichts Besseres zu tun hast.

Vor kurzem habe ich mich dazu entschieden Sport zu treiben, weil ich mir gedacht habe, dass es mir Spaß machen würde und es gut für meine Gesundheit wäre. Nicht, dass ich meinen Körper vor dir verteidigen müsste, aber mein Ziel ist es, zehn Kilometer zu laufen - und das werde ich schaffen. Ich habe mehr als sechs Kilo abgenommen und ich kann viele Dinge machen, die ich vorher nicht konnte. Es verstört mich, dass jemand mich trotz dieser Leistung entmutigen möchte. Entschuldige, wenn meine Vermutungen zu deiner Person falsch sein sollten, aber ich kann dich nur anhand deiner Handlungen beurteilen. Wenn dich mein laufender fetter Arsch (ich war ehrlich gesagt ziemlich langsam, weil ich so kaputt war) nervt und dir deine Fahrt verdirbt, versuch doch mal mit geschlossenen Augen zu fahren - direkt gegen einen Laternenpfahl."

Am Schluss ihres Briefes vergibt Lindsey dem Mobber allerdings und sagt ganz deutlich, dass er ihr sogar leid tue. Schließlich sei sein Verhalten "nicht normal" und seine Manieren wären "nicht nennenswert". Ihre letzten Sätze sind eine Inspiration für jede Person (völlig egal, ob dick oder dünn), die ihre Ziele nicht aufgeben sollte.

"Ich hoffe, dass jeder mit einem Ziel, egal, ob dick oder dünn, sich von so etwas nicht unterkriegen lässt. Ich weiß, dass es bei mir nicht so ist."

Und dann noch ein ein letzter gut gemeinter Tipp: "Immer das Hirn einschalten, bevor man etwas sagt."

Mit ihrem offenen und ehrlichen Brief hat Lindsey Swift für ziemlich viel Aufsehen und positive Resonanz gesorgt. Auf Facebook wurde der Post bereits mehr als 17.000 Mal geteilt. Wir wünschen der starken Plus-Size-Joggerin auf jeden Fall viel Erfolg dabei, ihr Ziel zu erreichen!

An open letter to the idiot who thought it was ok to heckle me with fat jokes on my run yesterday,Your comment was a...

Posted by Lindsey Swift on Friday, August 7, 2015

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