Plus-Size Models: So hart ist ihr Alltag wirklich

plus size model aglae dreyer
Aglae Dreyer: Der Alltag des erfolgreichen Plus-Size Models ist oft nicht ganz einfach
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Zu dünn, nicht kurvig genug: Das Leben von erfolgreichen Plus-Size Models ist kein Zuckerschlecken

Für die einen sind sie zu dick, den anderen nicht füllig genug, Plus-Size Models stehen mit ihrem Körper oft in der Kritik oder müssen Vorbild herhalten - einfach ist der Alltag jedenfalls nicht

Wie schön sich die Vorstellung doch anhört: Als Model arbeiten und trotzdem Nachtisch essen können. Über die Laufstege der Welt flanieren und für sexy Kurven gefeiert werden. Wie hart die Realität hinter dem Geschäft Plus-Size wirklich ist, sehen dagegen die wenigsten. Der Große-Größen Shop Navabi hat es sich mit der Kampagne "Models with Kurves" zur Aufgabe gemacht, mit Vorurteilen und Klischees aufzuräumen und vielleicht sogar ein wenig in den Köpfen der Modemacher zu bewegen. Teil der Kampagne sind die kurvigen Superstars Marte Boneschansker, Alva McKenzie, Aglae Dreyer, Laura Catterall und Monique Bentley. Sie alle lieben ihren Körper und ihren Job, stoßen aber auch immer wieder an ihre Grenzen, wie sie jetzt im Interview mit der "Icon" verraten haben.

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„Das wahre Problem ist doch, wie wir von der Mode-Industrie wahrgenommen werden: Man traut kurvigen Models keine High-Fashion-Jobs zu. Deshalb habe ich kaum Chancen auf Mainstream-Kampagnen oder Jobs auf Fashion Weeks.“, erklärt Model Aglae Dreyer. Tatsächlich verursacht der Auftritt eines Kurvenmodels bei einer ganz normalen Fashion Show noch immer eine riesige Welle. Der Term Plus-Size sorgt halt auch im Kopf immer direkt für eine Kategorisierung in denen die meisten der Mädels auch gar nicht reinpassen. „Ich würde mir einfach wünschen, dass jedes Model einfach nur als Model bezeichnet wird.“, ergänzt Alva McKenzie, die schon als Next big Thing in den britischen Medien gehandelt wird.

Monique Bentley

Das Klischee, dass man als kurviges Model mit seinem Körper praktisch machen kann, was man möchte – ein paar Kilo mehr machen ja doch keinen Unterschied, ärgert die Britin Monique Bentley am meisten.„Die Leute wären wohl überrascht, dass ich auch heute noch drei- bis viermal die Woche ins Fitnessstudio gehe und gesundes Essen liebe. Ich bin wahrscheinlich fitter als einige meiner Freunde, die viel weniger als ich wiegen.“ Bleibt nur zu hoffen, dass die tollen Mädels mit ihrer wichtigen Botschaft auch gehört werden – Wir freuen uns auf jeden Fall schon einmal auf mehr Kurven auf den Laufstegen dieser Welt!

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