Politiker in Rage über Lesben-Selfie

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Foto: twitter / Лентач

Mit Liebe gegen Homophobie

Ein lesbisches Paar sitzt im Flugzeug nach St. Petersburg, schießt ein verliebtes Selfie von sich – und bringt damit einen russischen Politiker auf die Palme.

So sieht eine friedliche Revolution aus: Als ein lesbisches Pärchen auf einem Flug von Moskau nach St. Petersburg den homophoben Politiker Witali Milonow erspähte, fackelten die Beiden nicht lange und schossen ein Kuss-Selfie von sich.

Das Foto posteten die beiden LGBT-Aktivistinnen prompt auf Twitter , versehen mit dem Kommentar: "Milonow, sich küssende Lesben und ein Hitlergruss. Ganz Russland auf einem Bild." Tatsächlich könnte das Foto nicht widersprüchlicher sein, stehen die verliebten Lesben doch im starken Kontrast zum russischen Politiker Milonow. Dieser ist bekannt für seine öffentliche Diskriminierung Homosexueller in Gesetzen gegen die "Propaganda von Homosexualität“.

Auch auf den Twitter-Post reagierte der russische Politiker wie erwartet: Mit jeder Menge wüsten Beschimpfungen und diskriminierenden Beleidigungen. "Verrückte, blöde Kühe" und "Drecksluder", sind noch einige der vergleichsweise harmlosen Kommentare Milonows. In einem späteren Interview äußerte sich der Politiker noch drastischer: "Wir treiben die Perversen aus Sankt Petersburg heraus."

Was stimmt denn mit dem nicht?

Dass bei Witali Milonow etwas gewaltig schief geglaufen sein mus, zeigte der russische Politiker schon öfters mit seinen erschreckenden homophoben Ansichten: Er findet Homosexualität durchaus vergleichbar mit Pädophilie und verklagte Lady Gaga wegen ihres Aufrufs zur Toleranz gegenüber Homosexuellen .

Da scheint ein harmloses Twitter-Bild schon wie eine kleine Revolution.

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