In der SchwangerschaftPolymorphe Schwangerschaftsdermatose: Wenn Dehnungsstreifen schmerzhaft werden

Polymorphe Schwangerschaftsdermatose: Wenn Dehnungsstreifen schmerzhaft werden
Die polymorphe Schwangerschaftsdermatose bildet sich zuerst zwischen den Dehungsstreifen.
Foto: iStock
Inhalt
  1. So sehr litt diese junge Mutter unter polymorpher Schwangerschaftsdermatose
  2. Was genau ist polymorphe Schwangerschaftsdermatose?
  3. Was sind die typischen Symptome der Hautkrankheit?
  4. Gefährdet die Krankheit das Kind?
  5. Was kann man gegen polymorphe Schwangerschaftsdermatose tun?

Es sieht zuerst aus wie extrem starke Dehnungsstreifen. Doch die polymorphe Schwangerschaftsdermatose ist eine schmerzhafte Hautkrankheit.

Polymorphe Schwangerschaftsdermatose - schon einmal gehört? Summer Bostock war dies kein Begriff, bis sie selbst erleben musste, wie schmerzhaft diese Krankheit sein kann.

 

So sehr litt diese junge Mutter unter polymorpher Schwangerschaftsdermatose

Während ihrer ersten Schwangerschaft verläuft für Summer zunächst alles ganz normal. Sie hat keine großartigen Beschwerden. Doch das ändert sich. Zuerst hält die werdende Mutter die stark verfärbten Male für Dehnungsstreifen. "Ich dachte, es sei normal, wenn auch ziemlich unfair", erklärt sie gegenüber der Daily Mail.

Nur kurz darauf ist sich Summer jedoch sicher, dass etwas nicht stimmen kann. Der Ausschlag, der zwischen den Dehnungsstreifen an ihrem Bauch begonnen hatte, breitet sich über ihren ganzen Körper aus. Es bilden sich kleine Knötchen, ihre Haut juckt und schmerzt stark. Summer besucht viele Ärzte, doch niemand kann ihr wirklich helfen.

In der 37. Schwangerschaftswoche werden die Schmerzen so stark, dass Summer ins Krankenhaus eingewiesen wird. "Zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht einmal duschen, weil die Berührung des Wassers auf meiner Haut einfach zu viel war. Ich musste mich übergeben, weil das Jucken so intensiv war und nachts konnte ich nicht schlafen", erklärt die junge Frau.

Mit der Geburt ihres kleinen Sohnes hat der Schrecken dann aber ein jähes Ende. Kurz nach der Geburt bildet sich der Ausschlag zurück. "Am Tag danach war er so gut wie verschwunden", sagt Summer.

Jetzt erzählt Summer von ihrer Geschichte, um andere Frauen vor der Hautkrankheit zu warnen und zur Aufklärung beizutragen. Glücklicherweise erlebte sie nichts dergleichen während ihrer zweiten oder dritten Schwangerschaft.

Damit du dich informieren kannst, haben wir hier die wichtigsten Infos zu polymorpher Schwangerschaftsdermatose zusammengetragen.

 

Was genau ist polymorphe Schwangerschaftsdermatose?

Polymorphe Schwangerschaftsdermatose heißt im Englischen Pruritic Urticarial Papules and Plaques of Pregnany (kurz: PUPP). Das bedeutet so viel wie "juckende, quaddelartige Knötchen und Plaques in der Schwangerschaft". Damit wird ziemlich genau beschrieben, wie diese Hautkrankheit aussieht.

Bisher war es Medizinern nicht möglich, die genaue Ursache für die Krankheit herauszufinden. Allerdings wird vermutet, dass durch die starke Belastung des Bindegewebes in der Schwangerschaft Strukturen entstehen, auf die wiederum das Immunsystem mit Entzündungen der Haut reagiert. Betroffen sind insbesondere Frauen, die ihr erstes Kind bekommen. Doch auch Frauen, die Zwillinge oder Drillinge erwarten oder aber in der Schwangerschaft verhältnismäßig viel zugenommen haben, können unter polymorpher Schwangerschaftsdermatose leiden.

 

Was sind die typischen Symptome der Hautkrankheit?

Üblicherweise tritt die Hautkrankheit in den letzten Wochen vor der Geburt auf. Schwangere Frauen erleben dann häufig, dass plötzlich mehr Dehnungsstreifen am ihrem Bauch hinzukommen. Diese jucken, sind gerötet und schmerzen meistens. Im Verlauf der Hautkrankheit breitet sich der Ausschlag in Form von geröteten Knötchen immer weiter aus. Zuerst trifft es meistens weitere Teile des Bauches, den Po und die Oberschenkel.

Im Anschluss an diese Phase tauchen in den nächsten Wochen Papeln und Flecken an anderen Stellen des Körpers auf. Doch in diesem Fall kann sich die Haut auch ganz anders verändern und zum Beispiel schuppig werden. Auch die Bildung von Bläschen ist möglich.

Normalerweise leiden betroffene Frauen nur während ihrer ersten Schwangerschaft, nicht aber bei weiteren Schwangerschaften unter der Krankheit.

 

Gefährdet die Krankheit das Kind?

Von der Hautkrankheit geht für das ungeborene Kind keine Gefahr aus. Für die werdenden Mütter ist die polymorphe Schwangerschaftsdermatose aber mit Sicherheit ein unheimlicher Stressfaktor, da sie so unangenehm werden kann.

 

Was kann man gegen polymorphe Schwangerschaftsdermatose tun?

In einigen Fällen können kortisonhaltige Salben helfen. Auch rückfettende Cremes oder Bodylotion pflegen die Haut zusätzlich, zum Beispiel nach dem Duschen.

Manchmal werden auch Anti-Allergiemittel zur Behandlung einer polymorphen Schwangerschaftsdermatose eingesetzt. Wichtig ist aber in jedem Fall, zuerst das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu suchen, bevor man womöglich auf eigene Faust versucht, das Leiden zu lindern.

Video: Ist Sex während der Schwangerschaft eigentlich schädlich für das Baby?

 

(ww8)

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