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Sexpraktiken: Porno schauen

Pornos sind kein Abbild der Realität, aber eine reichhaltige Inspirationsquelle. Schauen Sie sich einige Praktiken ab und übernehmen Sie diese in Ihr Sex-Leben.

Während gerade mal rund zehn Prozent der Frauen Pornos konsumieren, sind es bei den Männern satte 80 Prozent - aber kaum einer gesteht es ein. Zu verbreitet ist immer noch das Bild vom einsamen Onanisten, der entweder zu wenig "echten" Sex kriegt oder auf seltsames Zeug steht. Gegenüber der Partnerin verleugnen Männer ihre Leidenschaft für Pornofilme erst recht, weil das dort Gezeigte weiter geht oder anders ist als das, was man zuhause hat.

Erfahren die Frauen dann doch mal vom Sexfilm-Konsum des Liebsten, reagieren sie meist total entsetzt und denken sofort: Ich genüge ihm nicht und er will eigentlich was ganz anderes. Oder sie zucken zusammen, wenn sie sehen, was da praktiziert wird, und folgern, dass sich praktisch jeder Mann das Gleiche von seiner Frau wünscht. "Stattdessen muss man sich einen Porno anschauen wie einen Science-Fiction-Film", fordert Erotik-Coach Maschinger.

"Man weiß, dass nicht die Realität gezeigt wird. Genauso wie man weiß, dass Autos nicht so leicht explodieren, wie es in James-Bond-Filmen geschieht. Mit den Mädels im Porno ist das auch so. Man muss erkennen, dass das verfilmte Fantasien sind. Zwar leider fast nur die von Männern, aber viele Elemente können auch uns stimulieren."

Aber als emanzipierte Frau fühlt man sich fast verpflichtet, Pornos abzulehnen, weil das Bild der Akteurinnen darin so gar nicht dem Bild entspricht, was wir von uns haben. Dazu kommt, dass viele glauben: Männer sind voyeuristisch, aber Frauen doch nicht! Diese These ist schon vor Jahren durch Tests entkräftet worden: Selbst bei denen, die im Vorfeld sagten, Pornos würden ihnen nichts geben, reagierte die Vagina deutlich auf das Anschauen von Sexfilmen. Es fällt nur den meisten Frauen schwer, sich offen einzugestehen, dass sie "auf so billige Art angetörnt werden".

Was wir von Porno-Konsumenten lernen können

Dass nichts dabei ist, sich auch von unpersönlichem Kommerz-Sex anregen zu lassen. Porno-User nutzen Bilder, um erregt zu werden - welchen simpleren und müheloseren Weg könnte es geben? In den gängigen Streifen wird ein männliches Idealbild von Sexualität dargestellt, einfach und klar. Für Männer ist es sehr beruhigend, "Sex pur" zu sehen, ohne komplizierte weibliche Kapriolen. Und gewiefte, offene Frauen können sich aus diesen Filmchen einiges abkupfern, womit sie ihren Gefährten geradezu hörig machen können!

Experimentier-Tipp

"Frauen sollten nicht nur ganz gelassen damit umgehen, dass wahrscheinlich auch ihr eigener Partner Pornos anschaut, sondern sogar gezielt danach suchen, was sie selber anmachen könnte", rät Silke Maschinger. "Porno ist nicht gleich Porno. Wenn ich nur einen oder zwei sehe und die furchtbar finde, heißt das nicht, dass alle furchtbar sind. Es gibt durchaus auch gut gemachte", versichert die Expertin.

Zum Beispiel die Werke von Candida Royalle, Petra Joy und Erica Lust: Alle drei sind Produzentinnen von Frauenpornos. Ihre Filme haben Darsteller, die mit Lust dabei sind, eine echte Handlung, nette Settings und verzichten auf das übliche Endlos-Gerammle. Auch Andrew Blake produziert Hochglanz-Pornos für Männer und Frauen mit attraktiven Darstellern/innen in schönem Ambiente. Schauen Sie einfach mal allein diverses Material an, im Internet und auf DVD. Wetten, dass da einiges dabei ist, was Ihr Fantasien-Repertoire ergänzen wird? Zurück zur Übersicht: Acht Spielarten der Lust So finden Sie sicher Mr. Right! Ist er der Richtige? Machen Sie den Test!