Porno-Zensur: Das dürfen die Briten nicht mehr sehen

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Ein neues Gesetz zensiert den Briten ihre Pornos

Bestimmte Vorlieben werden in Großbritannien nicht mehr bedient - zumindest nicht in Pornofilmen. Ein neues Gesetz verbietet 10 bestimmte Praktiken in Erotik-Filmen.

Und wir dachten, die Amerikaner seien prüde! Klar, Geschmäcker sind verschieden - aber vorschreiben sollte man sie auch nicht. In Großbritannien wurde gerade ein neues Gesetz verabschiedet, das bestimmte Sexpraktiken in Pornofilmen verbietet.

Einige dieser Praktiken, die jetzt verboten sind, sind nicht irgendwie ungewöhnlich (also für Pornofilme zumindest...). Wir sagen es mal so: Christian Grey hätte jetzt in Großbritannien ein Problem, einen Porno nach seinem Geschmack zu finden.

Zehn Praktiken fallen der britischen Porno-Zensur zum Opfer. Sie dürfen in Filmen, die auf den britischen Inseln produziert und online per "video on demand" angeboten werden, nicht mehr gezeigt werden. Für Filme, die auf DVD (auch in speziellen Sexshops) gekauft werden können, gelten diese Einschränkungen sogar schon länger.

Hintern versohlen

Hallöchen Popöchen! Spanking ist eine beliebte Sexpraktik . Allerdings in britischen Pornofilmen nur noch auf sanfte Art erlaubt. Werden die Schläge auf den Hintern zu hart, dürfen sie nicht mehr gezeigt werden. Wie hart zu hart ist, wird wohl im Einzelfall entschieden.

Schläge mit einem Stock oder Rute

Züchtigung mit Rutenschlägen bleibt eine Fantasie in den Köpfen einiger Briten - auf dem Fernseher oder Computer werden sie es so schnell nicht mehr sehen.

Auspeitschen

Zumindest wenn sie zu aggressiv dargestellt werden, sind Peitschenhiebe in britischen Pornofilmen Vergangenheit.

Penetration durch ein Objekt

Das Einführen eines Gegenstandes (egal welches) in den weiblichen Körper werde, laut den britischen Gesetzgebern, stets "mit Gewalt assoziiert". Darum ist auch diese Praktik jetzt verboten, egal ob sie sanft oder hart durchgeführt wird.

Physischer oder verbaler Missbrauch

Wird nicht ganz eindeutig klar, dass wirklich beide Parteien hundertprozentig einverstanden mit allen gezeigten Praktiken sind, dürfen sie nicht mehr gezeigt werden. Diesen Punkt finden wir allerdings verständlich: Denn hier kann man zu schnell eine Grenze überschreiten und Vergewaltigung verharmlosen oder gar verherrlichen.

Spiele mit Urin

Wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden - dennoch hat der gute Geschmack für die Briten Grenzen. Urin-Spiele dürfen in Pornos nicht mehr gezeigt werden, wenn eine Person eine andere anpinkelt oder jemand Urin trinkt. Wenn jemand sich selbst einnässt, darf es gezeigt werden.

Die weibliche Ejakulation

Dieser Punkt irritiert uns doch etwas: Weibliche Ejakulation, egal ob echt oder gefaked, darf in Großbritannien nicht mehr in Pronofilmen gezeigt werden. Die männliche Ejakulation schon, egal wohin und wie unterwürfig oder herabwürdigend das ganze für die Frau abläuft.

Strangulation

"Lebensgefährliche Handlungen" sind in Pornos verboten. Auch das Würgen seines Partners, was den Orgasmus intensivieren soll.

"Facesitting"

Hier wird ähnlich argumentiert wie bei der Strangulation: Oralsex ist in Ordnung, aber nicht, wenn sich ein Sexualpartner auf das Gesicht des anderen setzt - was natürlich nicht mit dem vollen Körpergewicht geschieht. Trotzdem wird diese Praktik als lebensgefährlich eingestuft.

"Fisting"

Auch das Fisting - also das Einführen aller Finger oder der ganzen Hand in die Vagina oder den Anus - wird als lebensgefährlich eingestuft und wird deshalb auch zensiert.

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