Power-Training für Xbox-Fans

power training fuer xbox fans
Nike Kinekt Xbox Training
Foto: Thinkstock

SHAPE-Test: „Nike+ Kinect Training“

Ohne Schweiß kein Preis! SHAPE-Volontärin Anika hat das „Nike+ Kinect Training“ für die Xbox unter die Lupe genommen und festgestellt: In dem Konsolenspiel steckt ein toughes Fitnesstraining. Ob damit tatsächlich die Pfunde purzeln, verrät sie hier.

Schweißperlen stehen mir auf der Stirn. Auf einmal ist es viel zu warm in meinem Wohnzimmer. Eigentlich hatte ich einfach eine Runde „spielen“ wollen – mit dem „Nike+ Kinect Training“ auf der Xbox 360. Jetzt stelle ich fest: Das ist richtig Sport!

In anderen Fitness -Games gibt es lustige Männchen mit viel zu großen Köpfen, die in der virtuellen Welt Ski-Springen oder Skateboard fahren, während man vor dem Bildschirm mit den Armen wedelt oder hin und her wippt, um die Figur zu bewegen. Im Gegensatz dazu ist das „Nike+ Kinect Training“ der Drill Instructor unter den Konsolenspielen. Hier geht es ab der ersten Sekunde richtig zur Sache!

Auf zum Fitness-Test!

Mit einem Workout-Test, bei dem ich verschiedene kurze Trainingseinheiten absolvieren muss, kann ich zunächst mein aktuelles Fitnesslevel sowie meine Athletik ermitteln. Anhand der Ergebnisse erstellt „Nike+ Kinect“ meinen Trainingsplan für die nächsten vier Wochen. Und los geht’s: Ich gebe mein Bestes, mache vor dem Bildschirm Hampelmänner, Push-ups , Sprünge, Ausfallschritte, Mountain Climbers und und und ... auch wenn bei den Nachbarn die Decke wackelt, das Sofa etwas ungünstig steht und ich ganz schön ins Schwitzen komme.

Mein Körper wird dabei auf dem Bildschirm abgebildet – bis zum Dutt genau! Ich sehe ein bisschen aus wie aus der Kuchenform gepresst. Ich bin begeistert, wie exakt der Sensor meine Haltung erfasst und wie penibel meine Trainerin Marie Purvis (die auch im wahren Leben Fitness-Coach ist) kleine Fehler bemängelt. „Hoch, runter, langsamer, Arme gestreckt!", lauten Maries Hinweise.

Mit den Mountain Climbs darf ich erst anfangen, sobald mein Rücken auch wirklich gerade ist. Beim Hampelmann erkennt Marie sofort, ob meine Arme gestreckt sind und meine Beine weit genug auseinander stehen. Während den Übungen werde ich auf ungenaue oder zu schnelle Bewegungen hingewiesen, damit ich meine Ausführung direkt verbessern kann. Genau so muss das sein bei einem Coach, der nur auf dem Bildschirm existiert!

Individueller Workout-Plan

Nach dem Test darf ich wählen, an welchen Wochentagen ich trainieren möchte. Daraufhin werden sofort die passenden Trainingseinheiten eingeteilt. Meine Schwachstelle hat Marie auf jeden Fall erkannt: Nach lächerlichen vier Push-ups, die ich im Testtraining geschafft habe, stehen nun jede Menge Liegestütz-Variationen auf dem Programm.

In Zukunft kann ich entweder meinem festgelegten Trainingsplan folgen oder zwischen fünf- bis 20-Minuten-Workouts wählen. Diese enthalten eine Mischung aus klassischen Fitnessübungen und kreativen Mini-Spielen. Beispielsweise soll ich durch Laufen, Springen oder Ducken Bällen ausweichen, die auf mich zukommen.

Mein Fazit

Pro: Auf der Couch sitzen und lustlos die Arme schwingen? Nichts da! Zwar lässt sich der Sensor bei einigen Übungen austricksen, insgesamt hat er jedoch ein sehr wachsames Auge auf meine Leistungen. Fehler und Ungenauigkeiten werden sofort bemerkt. So kann ich meine Ausführung direkt korrigieren. Das „Nike+ Kinect Training“ fordert zum echten Sport treiben auf. Schwitzen statt schummeln! So lassen sich tatsächlich sportliche Erfolge erzielen.

Kontra: Gerade als ich meinem persönlichen Ausfallschritt-Rekord entgegen fiebere, springt das Spiel auf einmal wieder an den Anfang der Übung zurück. Was ist da los? Ist meine Trainerin unzufrieden? Erkennt mich der Sensor nicht? Oder hakt die DVD? Dieses Problem, das auch anderen Testern bereits aufgefallen ist, kann während einer einzigen Trainingseinheit bis zu vier Mal auftauchen. Zuvor erbrachte Leistungen werden dann einfach gelöscht. Das wirkt sich weder gut auf meine Statistik, noch auf meine Motivation aus.

Außerdem sollten Sport-Fans bedenken: Leider hat nicht jedes Heim das Zeug zum Fitnessstudio . Die optimale Entfernung zum Kinect Sensor beträgt mindestens 1,8 Meter. Wer genau dort seine Couch platziert hat, muss erst mal Möbel rücken. Befinde ich mich zu nah am Sensor, kann es schon mal passieren, dass meine untere Körperhälfte verschwindet. Wer aber den nötigen Platz hat, kann in den eigenen vier Wänden unter ziemlich genauer Anleitung fit werden.

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