Prag – Ein perfektes Wochenende in der tschechischen Hauptstadt

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Egal, wohin man schaut, in Prag reiht sich ein architektonisches Highlight an das andere
Foto: Thomas Krause/Janin Katharina Hasteden

Perfekt für die graue Jahrezeit: Städtreisen! Mein persönliches Lieblingsziel für Anfang März ist die tschechische Hauptstadt Prag. Am Ufer der Moldau schimmern die letzten Schnee-Überreste und zahlreiche Museen laden zum Entdecken der Kafka-Stadt ein.

Die Zeit von Januar bis April ist für mich jedes Jahr wieder eine große Herausforderung, nicht dem tiefsten Winter-Blues zu verfallen. Um die sich wie Monate anfühlenden Wochen bis zum Frühling leichter zu überbrücken, habe ich dieses Jahr kurzerhand einen Flug gebucht und meinen Freund, der inmitten der "Grauzeit" Geburtstag hat, mit einem verlängerten Wochenende in Prag überrascht.

Kaum, dass wir mit dem Cityhopper in der Luft sind, kommt auch schon die Durchsage des Piloten, wir würden gleich landen. Perfekt. Unser erster Tag führt uns, na klar, auf die legendäre Karlsbrücke (tschechisch: Karlův most), die zu den ältesten Steinbrücken Europas zählt und die Altstadt mit der Kleinseite verbindet. Von hier aus hat man nicht nur die Moldau unter den Füßen, sondern auch einen unverbauten Blick auf die 13 großen "Prager Brücken" (von den insgesamt 180 Brücken). Wunderschön.

Weiter geht es zu einem weiteren architektonischen Highlight, nämlich dem "Tanzenden Haus" (tschechisch: Tančící dům), das – wie es der Name schon andeutet – an eine tanzende Frau erinnert und von den Prager Einwohnern, inspiriert von den großen Tänzern Ginger Rogers und Fred Astaire, auch als "Ginger und Fred" bezeichnet wird. 1996 erbaut zählt das "Tanzende Haus" zu den neuesten Wahrzeichen der Stadt.

Die "Goldene Stadt" beeindruckt aber nicht nur durch künstlerische Bauwerke aus der Gegenwart, sondern auch durch eine schier unendliche Vielzahl von Gebäuden aus der Gotik- und Barock-Zeit. Auf der Besichtigungs-To do-Liste eines jeden Prag-Besuchers sollten daher auf jeden Fall auch die Prager Burg, das Altstädter Rathaus mit der astronomischen Uhr, der Veitsdom, der Alte Jüdische Friedhof im alten jüdischen Viertel Josefov sowie das Goldene Gässchen, die wohl berühmteste Straße Prags, in der auch der Schriftsteller Franz Kafka einst lebte, stehen.

Wenn das Wetter mitspielt (was glücklicherweise meist der Fall ist in Prag), sollte unbedingt ein Abstecher in die Prager Altstadt zum Altstädter Ring eingelegt werden: Die Fassaden der in den romanischen und gotischen Epochen erbauten Häuser sind wunderschön und auch die Vielzahl der hier ansässigen kleinen Restaurants und Cafés mit böhmischen Spezialitäten, wie zum Beispiel den typischen Knödelgerichten (knedlíky), ist einen Besuch wert. Denn: Wer viel entdeckt, muss sich auch gebührend stärken.

Schade ist allerdings, dass das Wochenende viel zu schnell vergangen ist. Die Stadt Prag in nur drei Tagen kennenzulernen ist nämlich so gut wie unmöglich. Viel zu viele wunderschöne Gebäude, Kirchen, Plätze und Gassen warten noch darauf, auch von uns entdeckt zu werden. Konkret heißt das: Wir kommen wieder. Und darauf stoßen mein Freund und ich jetzt erstmal solidarisch mit einem typischen Prager Bier an: Staropramen. Na zdraví!

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