Primark entfernt magere Puppe aus dem Schaufenster

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Die Schaufensterpuppe des Anstoßes: Rippen statt Rundungen
Foto: Twitter/Melfyx

Besorgte Kundin kontaktiert Primark bei Twitter

Es ist nicht das erste Mal, dass extrem dünne Schaufensterpuppen für Aufregung sorgen: Jetzt musste sich auch Billig-Kette Primark ein paar unangenehmen Fragen stellen.

Beim Shoppen in Glasgow hatte Mel Fraser eine Primark-Schaufensterpuppe entdeckt unter deren Bikini sich deutlich hervorstehende Rippen abzeichneten. Ein besorgniserregendes Schönheitsideal, fand die junge Mutter und twitterte das Foto schockiert an Primark:

"Ist es wirklich nötig, dass die Rippen der neuen Schaufensterpuppen hervorstehen?? Und bevor jetzt jemand behauptet, dass ich etwas gegen schlanke Frauen habe, habe ich nicht, ich würde einfach nur gern Schaufensterpuppen in Geschäften sehen, die alle Formen und Größen haben, bevor junge Mädchen denken, dass das die einzige Art ist, wie man aussehen kann."

Nach dem Waschlabel-Skandal dürfte man bei Primark mittlerweile bestens gegen Shitstorms jeglicher Art gewappnet sein, eine Reaktion ließ also nicht lange auf sich warten. Im Antwort-Tweet bedankte man sich dafür, dass Mel Fraser auf das Problem aufmerksam gemacht hatte und versprach, sich am nächsten Tag zusammenzusetzen. Tatsächlich wurden die Schaufenster zwei Tage später verändert und außerdem versprochen, die Puppe nicht mehr so zu verwenden.

Ein ähnlicher Fall sorgte im April schon bei der Unterwäschemarke La Perla für Aufregung . Auch hier wurde an einer Puppe mit extrem hervorstehenden Rippen die Kleidung im Schaufenster präsentiert.

Die Schaufensterpuppen-Diskussion wird uns wohl noch einige Zeit begleiten - schließlich sieht man die mageren Mannequins ja nicht nur bei Primark oder La Perla. Mel Frasers Idee einfach verschiedene Puppen zu verwenden, finden wir super, denn das würde "dünn" nicht zur einzigen Variante von "schön" machen.

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