Primark: Schockierender Hilferuf in Waschanleitung

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Primark Filiale in London.
Foto: Getty Images

So schnell wird Rebecca Gallagher aus Wales wohl keinen Fuß mehr in eine Filiale der Mode-Kette Primark setzen. In ihrem zehn Pfund teuren Kleid fand sie eine verstörende Botschaft.

Auf der Suche nach der Waschanleitung des Kleides stieß sie auf ein eingenähtes Schildchen mit der Aufschrift "Forced to work exhausting hours" ("Gezwungen, erschöpfende (Über-)stunden zu arbeiten").

Das berichtet die "South Wales Evening Post". Die betroffene Kundin hatte sich an das Blatt gewendet.

Wie genau das Schild in das Primark-Kleid gelangte, ist bisher unklar - möglicherweise wurde es nicht direkt in der Fabrik, sondern erst in Großbritannien am Kleid befestigt. Sicher ist aber, dass es weiter an den Produktionsbedingungen in den Fabriken der Schnäppchen-Kette Primark zweifeln lässt.

Während Rebecca Gallagher in Zukunft auf Billig-Kleidung verzichten will, heißt es von Primarks Seite, dass keine weiteren Zwischenfälle mit diesem Kleid bekannt seien und es sich um einen Einzelfall handle. "Wir wären dankbar, wenn die Kundin uns das Kleid übergeben würde, sodass wir untersuchen können, wie das Schildchen ans Kleid gelangte und ob wir dieser Sache weiter nachgehen müssen".

In der Vergangenheit stand Primark immer wieder für seine Arbeitsumstände in der Kritik. Nach der Rana Plaza Katastrophe 2013 in Bangladesh hatte das Label zuletzt versucht, sein Image durch finanzielle Hilfe für betroffene Arbeiter und neue Produktionsbestimmungen aufzubessern.

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