Prinz Charles: Was sein Butler über das Leben bei Hofe verrät

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Damit es Prinz Charles an nichts fehlt, hat er viel Personal, vom Butler bis zum Gärtner
Foto: Getty Images

Eine Einladung bei den Royals?

Grant Harrold (34) weiß, wie man sich benimmt. Und wie es in königlichen Kreisen zugeht. Von 2004 bis 2011 stand er als Butler im Dienst von Prinz Charles (64) und seiner Camilla (65). Heute gibt er Benimmkurse und bildet selbst Butler aus.

Natürlich darf jemand wie Grant Harrold nicht aus dem Nähkästchen plaudern, aber im Gespräch mit uns gab er doch einen höchst interessanten Einblick in das Leben bei Hofe.

Die Royals sind vor allem gute Gastgeber, erzählt er. Bei einem Dinner wird darauf geachtet, Speisen zu servieren, die einigermaßen leicht zu essen sind, also keine Schalentiere, Artischocken oder gar Spaghetti. Aber auch sehr kleine Erbsen sind verboten, da diese zu schnell von der Gabel kullern.

Dabei räumt der Butler auch mit dem Gerücht auf, dass Königin Elizabeth (86) immer ihr eigenes Besteck und Geschirr mitbringt, wenn sie eingeladen ist. Das würde sie niemals tun. „Das wäre ja eine Beleidigung für den Gastgeber.“

Auch unter den Gästen, die von der Queen oder von Charles empfangen wurden, hat Butler Grant noch nie jemanden gesehen, der sich danebenbenommen hätte. Oder Grant ist nur zu diskret, um dies zu verraten.

Eine Anekdote macht am Hof aber doch die Runde, denn ein Gast verriet kürzlich selbst, dass ihm bei einer Feier der Queen etwas Peinliches passierte. Der Mann hatte gesehen, wie sich die Königin aus einer Schale auf dem Tisch bediente. Er nahm an, die „Kekse“ wären für alle Gäste gedacht und griff zu. Erst dann sah er, dass die Queen die Kekse ihren Corgis gab. Da wurde dem Gast klar, dass er Hundekuchen aß. Doch er kaute tapfer weiter. Die Queen hatte alles gesehen – und verzog keine Miene.

Zum Butler-Alltag gehört auch das Bügeln der Zeitungen vor dem Lesen. Das verhindert, dass Druckerschwärze abfärbt. Bei der Kleidung besteht Grant Harrold darauf, dass alles gebügelt wird, auch Socken und Unterhosen. Dabei fragt er stirnrunzelnd: „Macht das nicht jeder?“

Das schönste Erlebnis des Butlers: Auf einem Ball in Schottland hat er einmal bei einem Reigen mit der Queen tanzen dürfen. Dabei fürchtete er, ihr auf den Fuß zu treten. Aber alles klappte bestens. „Das war einfach wunderbar. Das werde ich nie vergessen.“

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