Prinz Felipe & Letizia: Ausgebuht

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Letizia und Felipe müssen für die Skandale ihrer Familie büßen...
Foto: Getty Images

Unerwarteter Empfang

Böse Erfahrung für Kronprinz Felipe (45) und seine Frau Letizia (40) in Barcelona. Als die beiden in der Oper die Promiloge betraten, gellte ihnen ein Pfeifkonzert, vermischt mit lauten Buhrufen, entgegen.

Dass Barcelonas Bürgermeister und andere Opernfreunde mit Beifall gegensteuerten, besserte die Stimmung des Kronprinzenpaares nicht. Diese freundliche Geste war nur ein geringer Trost.

Warum Felipe und Letizia kurz vor der Aufführung von Donizettis „Liebestrank“ mit Missfallenskundgebungen bedacht wurden, ist leicht erklärt: Viele Katalanen haben einen Hass auf die Bourbonen, weil diese ihnen vor mehr als 300 Jahren wesentliche Autonomierechte nahmen.

Hinzu kommt natürlich, dass die spanische Krone generell unter einem schweren Imageverlust leidet. Man denke an die Eskapaden, die König Juan Carlos (75) vorgeworfen werden, an den Korruptionsskandal um den Ehemann von Infantin Cristina (47) oder an das Scheidungsdrama von Infantin Elena (49), das in dieser Negativreihe auch noch oft erwähnt wird.

Für Spaniens Kronprinzenpaar ist die öffentliche Schmäh aus zwei Gründen besonders schmerzlich: Einmal sind Felipe und Letizia diejenigen, die sich untadelig verhalten, die sich mit vollem Einsatz um Schadensbegrenzung bemühen und die sicher neidvoll registrieren, dass es anderswo in Europas Monarchien zurzeit deutlich besser läuft.

Der Deutschlandbesuch von König Willem-Alexander (46) und Königin Máxima der Niederlande (42) gleicht, wie man in allen Zeitungen und TV-Magazinen sehen kann, einem Triumphzug.

Ob in Berlin, Hessen und Baden-Württemberg spürten und spüren die frisch gekrönten Gäste, dass sie herzlich willkommen sind und gemocht werden.

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