Prinz Harry: Nachtclub als Gefahrenzone

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Ist ein Nachtclub für Prinz Harry gefährlicher als Afghanistan?
Foto: Getty Images

Bizarrer Bürokratenwahnsinn

Es ist schon bizarr, auf welche Gedanken die Sicherheitsexperten des englischen Königshauses so kommen. Darüber musste sich auch kürzlich der Besitzer eines Nachtclubs im Londoner Stadtteil Chelsea wundern. Diesen "Hot Spot" hatte Prinz Harry (28) vor seinem Afghanistaneinsatz besucht - mit ungeahnten Folgen für den Besitzer...

Was war passiert? Auf einem seiner üblichen Partyausflüge besuchte Prinz Harry besagten Nachtclub mit Freunden. Als die Partygesellschaft den Club wieder verlassen wollte, hatten sich draußen bereits die Paparazzi versammelt und warteten auf ihre Chance, den Prinzen "abzuschießen".

Nachtclubbesitzer Giorgio Burlo hatte Erbarmen und wollte dem gejagten Prinzen einen ruhigen Abgang ermöglichen. Also ließ er ihn und seine Freunde hinten aus dem Notausgang raus. Soweit so gut.

Am nächsten Tag berichtete die Presse über Harrys heimlichen Abgang und prompt stand ein Offizieller vom Gesundheits- und Sicherheitsrat des Kensington-Palasts bei Giorgio Burlo vor der Tür. Grund: Es sei ein neuer Belag für seinen Hinterhof fällig.

"Scheinbar gab es Bedenken, dass Prinz Harry beim nächsten Mal stolpern und sich verletzten könnte", sagte Burlo der "Daily Mail".

Sicherlich sei der Hinterhof ein wenig uneben, gesteht Burlo. Doch der Notausgang sei schließlich auch kein regulärer Ausgang.

"Ich konnte es nicht glauben - nicht zuletzt, weil Harry nicht lange danach nach Afghanistan geschickt wurde, wo - natürlich - die Wahrscheinlich richtig verletzt zu werden, ein bisschen höher ist", sagt Burlo ungläubig.

Rund 1.400 Euro hat Burlo seine "Hinterhofrenovierung" gekostet. Jetzt sei alles glatt und eben. "Den Rat mache ich dafür nicht verantwortlich", sagt er. "Der Mann war sehr nett und freundlich und er muss seinen Job machen."

Die Ironie dieses bürokratischen Wahnsinns ist Burlo durchaus bewusst. "Ich hab ihm einen Gefallen getan und musste schließlich für die Instandsetzung bezahlen." Wie heißt es so schön: Gute Taten belohnt der liebe Gott sofort?

Zumindest kann Prinz Harry in Zukunft nun einen Nachtclub mit optimal ausgeebtem Hinterhof ohne Sicherheitsbedenken besuchen. Stolperfreie Zone. Wenn das nichts ist!

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