Prinz Naruhito: Konzert mit Tsunamischrott

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Prinz Naruhito geigt im Orchester seiner Universität für die Opfer des Erdbebens.
Foto: AFP / Getty Images

Geige aus Treibholz

Es war eine Tragödie, die sich tief in das Gedächtnis der Japaner eingebrannt hat: Das große Erdbeben und der damit verbundene Tsunami von 2011. Während die Welt über neue Schlagzeilen staunt, kämpfen die Japaner in den betroffenen Gebieten immer noch um eine Rückkehr zum Alltag, kämpfen darum, sich ein neues Leben aufzubauen.

Das weiß auch die japanische Kaiserfamilie. Das Mitgefühl ist groß und Kaiser Akihito (79) und seine Frau Michiko (78) zeigen stets Präsenz, wenn es darum geht, an Fukushima zu erinnern.

Aber auch Kronprinz Naruhito ist sehr engagiert, wenn es um die Tragödie von 2011 geht. Nun erinnerte er mit einer ganz besonderen Aktion an die Opfer: Bei einem Konzert in seiner ehemaligen Universität in Tokio spielte er Schuberts "Sinfonie in h-Moll" auf einer Geige aus Treibholz und Tsunamischrott.

Die Geige stammt vom Künstler Muneyuki Nakazawa und ist Teil eines Hilfsprojekt für die Opfer der großen Katastrophe. Auch der Kaiser und seine Frau, sowie Naruhitos Ehefrau Masako (49) waren anwesend, als der Kronprinz Schuberts "Unvollendete" spielte.

Musiker Yuriko Kuronuma, der ebenfalls auf einer der Geigen des Hilfsprojekts spielt, sagte laut "Japan Daily Press", es wäre ein "seelenerschütternder Klang", den diese spezielle Geigen hervorbringen würden.

Die Erinnerungen, die dieses Symbol des Leides wachruft, trifft die Japaner mitten ins Herz. Und Naruhito hat mit seiner Aktion ein Zeichen gesetzt, dass die Opfer der Katastrophe auch zwei Jahre danach nicht vergessen sind...

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