Prinzessin Masako: Der Fluch des Chrysanthementhrons

prinzessin masako fluch h
Wird sich Prinzessin Masako wieder zurückziehen?
Foto: Getty Images

Wird sie den Druck verkraften?

Es ist eine kleine Ankündigung mit einer großen Bedeutung: Der japanische Kaiser Akihito (79) hat gerade bekanntgegeben, dass er und seine Frau Michiko (78) nach ihrem 80. Geburtstag kürzer treten wollen. Gewisse Aufgaben sollen dann an ihre Söhne Kronprinz Naruhito (53) und Prinz Akishino (47) gehen. Erste Gedanken an eine Abdankung?

Bislang hatte der Kaiser trotz seiner angeschlagenen Gesundheit und seines fortgeschrittenen Alters auf die Einhaltung des Status Quo beharrt. Wenn er nun freiwillig Aufgaben abgibt, will das was heißen.

Damit fallen aber nicht nur seinen Söhnen Naruhito und Akishino neue Pflichten zu. Auch deren Ehefrauen Masako (49) und Kiko (46) werden dann eingespannt. Das heißt: Mehr Verantwortung und natürlich auch mehr Druck, zu Funktionieren.

Und genau das fällt Kronprinzessin Masako bereits seit ihrer Hochzeit schwer. Lange Zeit wurde sie nicht schwanger, erlitt eine Fehlgeburt und als dann endlich ein Kind auf die Welt kam, war es "nur" ein Mädchen. Die Offiziellen sind enttäuscht von der Prinzessin, die ach so "selbstsüchtig" sei.

Pflichtbewusst zeigte sich dagegen Prinzessin Kiko . Sie gebar ihrem Mann nach zwei Mädchen noch einen Sohn: Hisahito (6), der inzwischen Platz 3 der Thronfolge einnimmt.

Eigentlich könnte sich Masako entspannen. Doch sie weiß, dass man nicht zufrieden mit ihr ist. Ihr Mann bietet ihr jegliche Unterstützung, doch das kann den Kaiserhof nicht beschwichtigen. Masako hat "offiziell" versagt. Sie hat und wird dem Chrysanthementhron wohl nie einen männlichen Erben schenken. Und je näher eine mögliche Übernahme des Throns kommt, desto bewusster dürfte Masako dieser Fakt werden.

Seit langem leidet sie an "Anpassungsschwierigkeiten", so der offizielle Terminus. Depressionen soll sie haben, sich nicht mit dem Korsett der strengen Hofetikette abfinden können. Erst Ende 2012 bestätigte sie: Ja, ich bin immer noch krank und in Behandlung.

Doch das mochte man kaum glauben, als Prinzessin Masako überraschend zur Inthronisierung von König Willem-Alexander (46) in Holland auftauchte. Seit elf Jahren war sie zu keinem offiziellen Termin ins Ausland gereist, seit sieben Jahren hatte sie Japan gar nicht mehr verlassen. Auch dass sich Masako dieses Jahr mit Ehemann Naruhito und ihrer Tochter Aiko (11) in Tokio der Öffentlichkeit präsentierte, ließ Hoffnung aufkeimen. Geht es ihr wirklich besser?

Nun muss sich die Kronprinzessin darauf vorbereiten, in naher Zukunft vielleicht zur Kaiserin gekrönt zu werden. Wird sie diesen Druck aushalten können? Auch Kaiserin Michiko soll in ihrer Jugend einen Nervenzusammenbruch erlitten haben. Heute merkt man nichts mehr davon, dass die Bürgerliche einst so lebendig war. Wurde ihre Persönlichkeit gebrochen? So, wie es derzeit bei Masako zu sein scheint? Es scheint ein Fluch auf dem Chrysanthementhron zu liegen. Und es ist unklar, ob Prinzessin Masako diejenige sein wird, die diesen Fluch brechen kann...

Kategorien: