Prinzessin Soraya: Wann findet sie endlich ihren Frieden?

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Soraya und der Schah († 60)
Foto: Corbis

Furchtbarer Erbstreit um ihre Millionen

Ihr trauriges Leben konnten auch die Millionen nicht verschönern. Wem gehören sie nun?

Kein Name hat diesen Klang - kein Name weckt so viele Erinnerungen an höchstes Glück und tiefstes Leid wie der der unglücklichen Ex-Kaiserin Soraya († 69).

Was hat diese Frau nicht alles erlebt - von der glanzvollen Hochzeit mit dem Schah im Februar 1951 bis zu ihrem einsamen Tod am 26. Oktober 2001. Die Putzfrau fand sie tot in ihrem Pariser Penthaus, sie wurde auf dem Münchner Westfriedhof beigesetzt. Doch bis heute tobt ein furchtbarer Streit um ihr Millionenerbe - wann findet sie endlich ihren Frieden?

Worum es geht, ist schnell erzählt: Soraya vererbte rund 20 Millionen ihrem einzigen Bruder, doch der starb nur wenige Tage nach ihr. Sein Privatsekretär Hassan Firoutzor fand einen handgeschriebenen Zettel, der ihn angeblich zum Alleinerben machte.

Um die Rechtmäßigkeit dieses Schriftstücks dreht sich der Streit. Denn auch rund 20 Verwandte von Sorayas weitverzweigter Familie erheben Anspruch auf das Vermögen.

Und immer wieder meldeten sich in der Vergangenheit neue angebliche Angehörige - deswegen mussten Sorayas Leichnam und der ihres Bruders sogar exhumiert werden. Unwürdig. Doch das Gericht hatte Gentests angeordnet - sie fielen jedoch zuungunsten der angeblichen Erben aus.

Jetzt geht der Streit in eine neue Runde. Das erfuhren wir exklusiv vom Anwalt eines echten Soraya-Verwandten, von Erbrechts-Experte Hartwig Urbainsky.

Wir erfahren: Sorayas Bruder litt unter Alkohol- und Tablettensucht. Hartwig Urbainsky: "Die Frage ist: War Bijan überhaupt in der Lage, ein Testament zu verfassen. Denn nur fünf Stunden vor dem Tod, nachts um 23.15 Uhr, hat er dieses Testament verfasst."

Es ist zudem nur ein Notizzettel, mit einem einzigen Satz darauf... Verhandelt wird vor dem Kölner Landgericht. Nun soll ein neues Gutachten endgültig klären, ob das Testament rechtens ist. Erst dann wird der Richter sein Urteil fällen.

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