Jessi vor, noch ein Tor! Stramme Bufferbeine statt grazilem Gazellenschritt, ein beinhartes Waschbrett statt weiblichen Rundungen: Davon träumte Jessica Biel als kleines Mädchen. Die amerikanische Kicker-Königin Mia Hamm war ihr Vorbild.
Weder Laufstegschönheiten noch Hollywoodstars hätten ihr bei Klein-Jessi damals das Wasser reichen können. Aber Singen fand Jessica Biel dann irgendwann auch ganz ok. Mit neun fing sie an, sich bei mehreren Musical-Produktionen, wie "Annie" oder "Die Schöne und das Biest", auf die Bühne zu schwingen und ließ sich als Sängerin ausbilden.
Noch besser als das konnte Jessica Biel nach Meinung der Talentscouts allerdings gut aussehen: Nach einigen Modeljobs und Werbespots kann Jessica Biel ein Stipendium an Küntlerschmiede "Young Actors Space of Los Angeles" ergattern – und erlangte dadurch erstmals die Aufmerksamkeit der ganz großen im Geschäft. Der amerikanische Fernsehmogul Aaron Spelling schnappte sich die kleine Nachwuchsschönheit für seine Heile-Welt-Serie "Eine himmlische Familie". Schwuppdiwupp hatte Jessica Biel ihr Sauberfrau-Image weg! Aber als Pfarrerstochter das ewige Christkind bleiben?
Nix für Jessica Biel! Mit 17 ließ sie sich aus lauter Trotz für das "Gear Magazine" halb nackt ablichten – und das in den USA! Oma Biel bekam zwar einen Schreck fürs Leben. Doch der Skandal kam, wie er kommen sollte. Herr Spelling entließ die gewiefte Jessica Biel aus dem Knebelvertrag und diese machte sich nach einem Mini-Einbruch auf Richtung Kino-Karriere.
Mit Rollen als männernaschender Vamp in "Die Regeln des Spiels" oder als Scream Queen im Horrorstreifen "Texas Chainsaw Massacre" kam der Erfolg eher kleckerweise. Doch ihr Image als braves Spießermäuschen war Jessica Biel damit allemal los. Als toughe Actionheldin gelang ihr 2003 im dritten Teil der „Blade“-Trilogie der Durchbruch. Zum ganz großen Glück fehlt Jessica Biel heute nur noch eines: Nicht immer nur als supersüß und supersexy zu gelten, sondern auch als Schauspielerin Ernst genommen zu werden.










