Pures Leben

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Exklusive Spas

Man könnte das Haus Kitzeck auch Hotel für zwei Personen nennen. Denn mehr Exklusivität, mehr Refugium ist kaum möglich.

Man stelle sich vor: ein Haus, ganz aus Glas und Holz. Inmitten von Weinbergen, der Blick fällt weit ins Tal. Das Wohnzimmer wird vom Feuer im Kamin gewärmt, die Einrichtung ist puristisch und doch komfortabel, Balkon und Terrasse führen rundherum, und selbst das Badezimmer ist zum hinteren Weinberg hin verglast. Wer sich in der Hot Tub besprudeln und beschäumen lässt, dem fallen die Trauben schon fast in den Mund.

Überhaupt erinnert die Szenerie dort draußen an das Schlaraffenland: Wenn nämlich der Hunger nagt, eilt eine Steirin herbei, bestäubt Kaiserschmarrn mit Puderzucker oder füllt das Bauernhuhn mit Bärlauchtopfen. Morgens werden Brötchen gebracht und auch das Jausenkörbchen ist stets mit Obst, Gemüse und Spezialitäten der Region gefüllt. Zudem sieht man den Welschriesling nicht nur wachsen, die dazugehörigen Flaschen stehen auch schon im Kühlschrank. Sollte der Rücken eine Verwöhnkur benötigen, so steht eine hauseigene Infrarotsauna mit wohliger Wärme bereit, oder man lässt sich die Masseurin ins Haus kommen, die mit einer Traubenkernsäckchen-Massage alles wieder ins rechte Lot rückt.

In Kitzeck in der Südsteiermark, zwischen Graz und dem slowenischen Maribor, steht dieses Haus der erfüllten Träume. Und der jungen gastgebenden Familie Silly gehören neben diesem noch drei andere Häuser. Alle liegen inmitten von Weinbergen und sind im Stil der zeitgenössischen Architektur gebaut, mit viel Glas, Holz und Beton.

Praktisch: Gleich in der Nähe befindet sich das Weingut Kern auf dem Demmerkogel, dem höchsten Punkt im Sausal, der Hügelregion zwischen den Flüssen Sulm und Laßnitz. Dort steht der Kern Seppl am Herd, um die köstlichsten Knoblauch-Calamari zuzubereiten und mit unverfälscht knurrigem Charme frisches Brot und eigenen Muskateller dazu zu reichen. In dieser Ecke Österreichs sollte man natürlich auch den Schilcher probieren, den typischen Roséwein aus der Blauer Wildbacher-Traube.

Ein weiteres Kleinod der Weststeiermark befindet sich in einem 200 Jahre alten Bauernhaus im idyllischen Frauental: die Hofkäserei Deutschmann. Von hier finden Käse-Spezialitäten wie der steirische Kürbiskernkäse ihren Weg in die Spitzengastronomie oder auch in den Delikatessenladen Julius Meinl am Wiener Graben. Inzwischen erreicht der Camembert der steirischen Bauerninitiative bei Käsewettbewerben sogar schon eine höhere Punktzahl als die Konkurrenz aus der französischen Normandie.

Für das leibliche Wohl wird also überall gesorgt, speziell auch in den Buschenschänken, die Wein aus eigener Erzeugung und Spezialitäten der Region anbieten, kalt allerdings, als typische Jause eben. Wer sich durch die Steiermark bewegt, stellt demnach schnell fest: Der Wege, Weine und Wirte gibt es reichlich. Wer allerdings so gar nicht mehr aus dem eigenen Haus, beziehungsweise dem eigenen Whirlpool will, der muss auch nicht. Dann kümmern sich die Sillys darum, dass man seine Ruhe hat und den Wein wachsen hören kann.