Quinoa, Chia und Teff: Besser als Getreide

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Die glutenfreien Chia-Samen gibt es in Schwarz und Weiß
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. Quinoa: Vitamine und Nährstoffe satt
  2. Chia-Samen: Der Diät-Hit
  3. Teff: Die pure Energie

Glutenfreie Lebensmittel

Gehören Sie auch dazu? Zu der steigenden Zahl an Deutschen, die wegen einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) kein Getreide essen können? Glücklicherweise gibt es Alternativen: Quinoa oder Chiasamen stehen daher auf der Hitliste der Bioläden und Reformhäuser.

Und weil diese Körner nicht nur frei von Gluten sind, sondern noch schlank und schön machen sind auch Stars ganz wild auf sie. Jetzt gesellt sich einer neuer Liebling in die Runde: Teff, eine Hirseart. Gwynteh Paltrow und Victoria Beckham sind schon glühende Fans. Wir stellen die drei glutenfreien Superfoods vor.

Quinoa: Vitamine und Nährstoffe satt

Das ist es: Bei Quinoa handelt es sich nicht um Getreide, sondern um ein Gänsefußgewächs. Doch die Samenkugeln lassen sich wie Getreide verwenden. Für die Inkas war Quinoa ein Grundnahrungsmittel. Daher rühren auch Bezeichnungen wie Inkakorn oder Inkareis.

Das steckt drin: Quinoa hat eine viel höhere Nährstoffdichte als heimische Getreide. Unter der Samenschale verbergen sich jede Menge wertvoller Stoffe, vor allem reichlich Eiweiße und Aminosäuren. Es versorgt uns auch mit Magnesium und Vitamin B2 . Ganz besonders punktet Quinoa jedoch durch den hohen Eisen- und Kalziumgehalt sowie wertvolle ungesättigte Fettsäuren.

Das kann es: Quinoa stärkt die Knochen. Der Muskelaufbau wird gefördert. Weiter hat es eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Gut für alle Menschen mit Diabetes : Der Blutzuckerspiegel wird durch den Genuss von Quinoa nur leicht und konstant gesteigert.

So schmeckt es: Sie können die Samen kochen wie Reis und als Beilage verwenden. Auch als Suppeneinlage ist Quinoa sehr lecker. Ebenso geröstet im Salat. Der Geschmack ist leicht nussig. Quinoa kann als Mehl gemahlen oder geschrotet und so z. B. im Müsli genossen werden. Tipp: Vorm Verwenden sollten Sie die Körner unter fließendem Wasser abspülen, bis es aufhört zu schäumen. Mögliche Rückstände von Saponinen aus der Schale könnten sie sonst bitter schmecken lassen.

Chia-Samen: Der Diät-Hit

Das ist es: Ebenfalls aus Südamerika stammen die schwarzen oder weißen kleinen Chia-Samen. Die Pflanze gehört zur Familie des Salbei, ist also kein Getreide.

Das steckt drin: Klein, aber oho! Chia-Samen haben einen extrem hohem Gehalt an pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren , die der Körper selbst nicht bilden kann. Auch der Wert an Antioxidantien ist rekordreif. Ebenfalls enthalten: Proteine, Kalzium, Magnesium , Zink, Eisen.

Das können sie: Chia-Samen stärken das Immunsystem und schützen das Herz. Durch die große Portion an Antioxidantien schirmen sie die Zellen vor schädlichen Einflüssen ab, sorgen so für eine schöne Haut. Ganz vornweg aber helfen sie beim Abnehmen. Grund: Die Samen quellen mit Flüssigkeit auf, verschaffen so ein langanhaltendes Sättigungsgefühl im Magen. Und weil die enthaltenen Kohlenhydrate schön langsam verstoffwechselt werden, beugen sie dabei auch noch Heißhungerattacken vor. Models wie Miranda Kerr schwören jedenfalls darauf.

So schmecken sie: Die kleinen Körnchen sind geschmacksneutral. Sie passen daher zu allen Gerichten. Sie können pur oder zu Mehl gemahlen verwendet werden. Mit Wasser versetzt, nehmen sie eine gelartige Form an, in der sie als Gelatine-Ersatz dienen.

Teff: Die pure Energie

Das ist es: Bei der Hirseart handelt es sich um das kleinste Getreide der Welt. Zum Vergleich: 150 der extrem harten Körner entsprechen der Größe eines Weizenkorns. In Äthiopien zählt Teff, auch Zwerghirse genannt, zu den Grundnahrungsmitteln. In den USA ist es derzeit der Renner in den Bioläden.

Das steckt drin: Vitamin B12, Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink machen das Korn zu einer echten Vitamin- und Mineralstoffbombe. Es liefert außerdem einen außergewöhnlich hohen Anteil an Kieselsäure.

Das kann es: Die Kieselsäure hat zellreparierende Eigenschaften und zaubert eine schöne Haut sowie ein straffes Bindegewebe. Weil Teff den Blutzucker konstant hält, sättigt es langanhaltend und ist damit ein idealer Begleiter einer Diät. Der niedrige glykämische Wert sorgt im Gegensatz zu anderen Getreidearten für langanhaltende Energie. Ausdauersportler oder Marathonläufer bedienen sich gern an Teff-Snacks.

So schmeckt es: Teff hat ein leicht bitteres, nussiges Aroma. Es wird ungeschält verwendet und lässt sich wie Reis kochen oder gemahlen zu Brot oder Nudeln oder Pfannkuchen verarbeiten. Vorm Kochen sollten Sie die Körner mit heißem Wasser abspülen, um einem bitteren Geschmack vorzubeugen.

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