Rachel Bilson: „Ich bin rundum glücklich!“

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Rachel Bilson
Foto: Getty Images

Star-Interview mit Rachel Bilson

„Hart of Dixie“-Star Rachel Bilson zeigt Hollywood-Zwängen die kalte Schulter und widmet sich lieber der Familienplanung. Wir haben sie zum Interview getroffen.

intensiv an.

Rachel Bilsons Kleider vom roten Teppich gibt's hier!

Es ist der Blick einer Person, die schon Einiges erlebt und Vieles verstanden hat. Immerhin hat es Rachel geschafft, sich nach ihrem frühen Serienhit „O.C., California“ in Hollywood zu behaupten, und feiert jetzt mit „Hart of Dixie“ einen neuen TV-Erfolg . Privat hat die 31-jährige Amerikanerin mit Kollege Hayden Christensen (32) einen Partner gefunden, mit dem  sie bald eine Familie gründen will.

JOY: In Ihrer aktuellen TV-Serie „Hart of Dixie“ (montags, 21:00 Uhr, sixx) spielen Sie das City Girl Zoe, das sich in der Provinz durchschlagen muss. Sie wuchsen in L. A. auf. Hätten Sie Probleme damit, aufs Dorf zu ziehen?

Rachel Bilson: Nein, ich mag die familiäre Stimmung auf dem Land. Alle gehen viel ehrlicher miteinander um und sind im Notfall füreinander da. Für mich ist das Showbiz auch nichts Besonderes – da mein Vater Regisseur ist, wuchs ich quasi an Filmsets auf. 2002 hatte ich das große Glück, bei „O.C., California“ mitmachen zu dürfen. Der Erfolg dieser Serie öffnete mir ganz neue Türen. Das Szeneleben in L. A. ist aber nicht mein Fall. Natürlich kenne ich die einschlägigen Lokale und das Essen dort ist auch gut, aber ich hänge dort nicht ständig ab.

Sie gehören also nicht zu den Stars, die ohne Slip aus dem Haus gehen? Nein, ich bin pro-Unterwäsche (lacht )!

Es gibt eben Leute, die süchtig nach Aufmerksamkeit sind. Was weder auf mich, meine Freunde und auch nicht auf meinen Hund Thurman Murman zutrifft (lacht ). Trotzdem muss man immer aufpassen. Einmal war ich bei einem Event und trug ein Kleid. Als ich von meinem Sessel aufstand, knipste ein Fotograf genau zwischen meine Beine. Ich hatte zwar was drunter, aber es war trotzdem skurril. Paparazzi versuchen immer, jede Spur deiner Privatsphäre auszuleuchten.

Wie handhaben Sie dann die Beziehung mit Ihrem ebenfalls prominenten Freund Hayden Christensen?

Wir versuchen, so gut es geht, unter dem Radar zu bleiben. Dazu gehört, unsere Beziehung nicht an die große Glocke zu hängen. Von 2003 bis 2006 datete ich Adam Brody, meinen „O.C.“-Co-Star, damals haben wir es genauso gehalten.

Wären Sie nicht manchmal lieber mit einem völlig unbekannten Bankangestellten zusammen?

Es hat schon seine Vorteile, wenn jemand aus der Branche dein Partner ist. Der versteht, unter welchem Druck du stehst und dass dein Terminplan manchmal total verrückt ist. Aber letztlich ist jede Beziehung kompliziert genug, egal, mit wem.

2008 hielt Hayden um Ihre Hand an. Zwei Jahre später lösten Sie die Verlobung, doch kurz darauf waren Sie wieder ein Paar. Wie kam es dazu?

Das ist ein Thema, über das ich mich nicht auslassen möchte. Manche Dinge möchte ich lieber für mich behalten.

Was ist der Grund, weshalb es jetzt wieder zwischen Ihnen klappt?

Du musst in einer Beziehung miteinander gut kommunizieren. Dann funktioniert sie. Das habe ich aber erst lernen müssen.

Sie trafen Hayden 2007 beim Dreh von „Jumper“. Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Eindruck von ihm?

Ich war von ihm als Schauspieler total beeindruckt. Und auch von seinem Durchhaltevermögen. Der Dreh hat ihm körperlich viel abverlangt, aber er hat sich kein einziges Mal beklagt, sondern einfach nur seinen Job erledigt. So jemanden bewundere ich. Auch mit dem Hype um ihn nach den „Star Wars“-Filmen ging er extrem entspannt um, ohne je abzuheben.

Wieso bestritten Sie damals in Interviews, dass Sie ein Paar seien?

Wenn du in einem Film ein Liebespaar spielst, verkauft dich die Presse schon privat als neues Paar, bevor du es selbst weißt. Über mich gab es ohnehin schon so viele Gerüchte, die völlig an den Haaren herbeigezogen waren. Angeblich ging ich mal mit Ricky Martin aus – was völlig absurd ist. Schon allein, weil ich ihm noch nie begegnet bin.

Können Sie sich nach mittlerweile sechs Jahren Beziehung Kinder mit Hayden vorstellen?

Ich will Kinder, auf jeden Fall. Ich denke auch, dass ich eine liebevolle Mutter sein werde, da ich generell gut mit Kindern umgehen kann. Wenn ich nicht den Weg der Schauspielerin eingeschlagen hätte, dann wäre ich heute Grundschullehrerin. 

Sie sagen, dass Sie die Clubszene in L. A. meiden. Wie verbringen Sie dann Ihre Abende?

Mit Anfang 20 bin ich schon gerne ausgegangen, mittlerweile habe ich die Partyphase hinter mir. Jetzt verbringe ich meine Abende am liebsten zu Hause in der Küche. Kochen ist meine große Leidenschaft. Und es macht noch mehr Spaß, wenn du ein Menü für Freunde oder deinen Partner zubereitest. Hayden und ich kochen auch oft zusammen. Das Merkwürdige ist nur: Ich fühle mich dabei so alt, fast wie eine Oma. Denn nach dem Essen gehe ich früh ins Bett, so ändern sich die Zeiten!

Gibt es ein Lieblingsgericht bei Ihnen?

Nein, ich koche meistens neue Gerichte und experimentiere viel. Ich habe auch nie irgendwelche Kurse besucht. Deshalb gehen manche Kreationen auch mal ganz furchtbar schief. In der Küche herrscht dann das absolute Chaos. Insgesamt bin ich besser im Backen – Cupcakes und Cookies. Die esse ich auch selbst sehr gerne.

Stehen Sie mit dieser Einstellung angesichts des Diätwahns in Hollywood nicht ziemlich allein da?

Die in Hollywood vorherrschende Besessenheit, wie viel du wiegst und welche Größe du trägst, finde ich total schräg. Jeder Mensch ist anders gebaut und am wichtigsten ist es, dass du dich in deiner eigenen Haut wohlfühlst – ganz unabhängig von einer Kilozahl.

Ihnen sieht man Ihre Vorliebe für Cupcakes und Co. aber nicht an. Haben Sie so einen gesunden Metabolismus?

Vielleicht, mal gucken, wie das aussieht, wenn ich älter werde. Wobei ich natürlich auch regelmäßig Sport mache. Ungesund finde ich Kollegen, die wie verrückt ins Gym rennen, um möglichst kein Gramm Fett am Körper zu haben. Dieser Lifestyle ist nicht mein Fall. Ich sündige auch. Zum Beispiel habe ich eine Schwäche für scharfe Kartoffelchips.

Was für Sport machen Sie gerne?

Erst mal gehe ich täglich mit meinem Mischlingshund spazieren und mein Terminplan hält mich ständig auf Trab. Vor Kurzem habe ich den Kinofilm „The To Do List“ abgedreht und eine dritte Staffel „Hart of Dixie“ ist gerade in Planung. Außerdem spiele ich Tennis und ich tanze, das liebe ich am meisten.

Mit Ihrer Figur können Sie alles tragen. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Kleider?

Manchmal erledigt das ein guter Freund für mich, wenn ich selbst keine Zeit habe. Aber prinzipiell fällt es mir leicht, ein Outfit zusammenzustellen. Dafür hatte ich als kleines Kind schon ein Händchen – ganz zum Leidwesen meiner Mutter, weil ich mir nie reinreden ließ. Häufig mixe ich unterschiedliche Stile und Farben, außerdem trage ich gerne Lagen-Look. Wichtig ist mir, dass das Outfit auch bequem ist. Überhaupt habe ich eine Schwäche für gemütliche Klamotten – zu Hause laufe ich oft im Pyjama herum.

Was ist Ihr liebstes Kleidungsstück?

Ich bin besessen von Schuhen! Deshalb habe ich auch eine eigene Kollektion für Shoemint entworfen. Marni ist auch ein Label, das ich liebe. Die Pumps haben zwar sehr hohe Absätze, aber ich habe kein Problem beim Laufen.

Wie viele Paar Schuhe besitzen Sie?

Ich habe sie noch nie gezählt. Aber es sind unendlich viele! Ich hebe Schuhe auch gerne auf, aus denen wächst man ja schließlich nicht raus. Ich besitze sogar noch welche aus der Schulzeit – teilweise aus nostalgischen Gründen, aber auch, weil erfahrungsgemäß jeder Trend irgendwann wieder in Mode kommt.

Haben Sie ein Lieblingsaccessoire?

Oh ja, eine Geldbörse von Chanel! Meine Tante hat mir die Entstehungsgeschichte des Labels erzählt. Mich fasziniert die Tatsache, dass eine kleine Näherin 1909 den Grundstein für ein Milliarden-Imperium legte. Von meiner Tante lernte ich auch ganz simple, aber effektive Beauty-Tipps.

Die wären?

Schminke dich jeden Abend ab, benutze Moisturizer für die Lippen, trage immer Sonnencreme auf. Und vielleicht das Wichtigste: lächle!

Und das tun Sie oft?

Darauf können Sie wetten, ich bin ein rundum glücklicher Mensch (lacht).

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