Ratgeber: Wurde mein Email-Konto gehackt?

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Achtung, Cyber-Kriminelle!

Es ist eine Horror-Vorstellung: Fremde verschaffen sich Zugang zu Ihrem Email-Konto, rauben Ihre Identität und gehen in Ihrem Namen auf Shoppingtour. Wer glaubt, das könne ihm nicht passieren, irrt gewaltig! Immer wieder kommt es zum Datenklau im Netz. Gerade erst hat das zuständige Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen neuen Skandal aufgedeckt – Millionen User fragen sich: Bin ich gehackt worden?

Bin ich betroffen?

Ob Sie Opfer von Cyber-Kriminalität geworden sind, lässt sich mit Hilfe eines Sicherheitstests herausfinden, den das BSI auf seiner Website anbietet. Hier kann man schnell und ganz unkompliziert checken, ob Kriminelle Ihre E-Mail-Adresse missbrauchen. Dazu muss man seine Mailadresse einfach in das sich öffnende Fenster eingeben, die Datenschutzabfrage bestätigen und auf „Überprüfung starten“ klicken. Sollte man tatsächlich gehackt worden sein, erhält man innerhalb weniger Minuten eine Nachricht vom BSI. Bekommt man keine Rückmeldung, ist Aufatmen angesagt!

Was müssen Betroffene tun?

Zuerst gilt: Ändern Sie sofort Ihr Passwort! Nicht nur das ihres Email-Accounts bei GMX und Co. sondern auch das Ihrer Online-Shopping-Konten wie beispielsweise Zalando und in Sozialen Netzwerken (Facebook). Außerdem kommt man nicht darum herum, seinen Rechner auf Schadsoftware zu überprüfen. Das BSI hat auf seiner Website eine Auswahl an geeigneten Virenschutzprogrammen aufgeführt.

Wie kann ich mich schützen?

Der Präsident des BSI, Michael Hange, rät Internet-Nutzern zu einem „gesunden Misstrauen gegenüber unbekannten Mail-Absendern.“ Sein Motto: „Erst nachdenken, dann klicken.“ Im Klartext bedeutet das, Spam-Mails sofort zu löschen und unbekannte Anhänge niemals aufzumachen! Einleuchtend ist, dass man keine Überweisungen auf fremden Computern tätigen sollte, da man nicht selbst kontrollieren kann, was mit den sensiblen Daten passiert. Vorsicht auch beim Einloggen in Internet Cafés! Hier können sogenannte Keylogger lauern, die alle Tastatureingaben protokollieren und Passwörter abfangen. Nicht zuletzt sollten Virenprogramme immer aktualisiert und Updates für das Betriebssystem regelmäßig neu installiert werden.

Wie sieht ein sicheres Passwort aus?

Logisch: Kennwörter wie „12345“ oder der eigene Vorname sind extrem unsicher und können in Sekundenschnelle geknackt werden. Wichtig ist, nicht für alle Dienste das gleiche Geheimwort zu verwenden - denn haben sich die Kriminellen einmal Zugang verschafft, können sie gleich auf alle Dienste und Daten zugreifen – und schlimmstenfalls ihr Konto leerräumen. Gute Passwörter bestehen aus mindestens zwölf Zeichen, die sich idealerweise aus Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen zusammensetzen. Möglich ist etwa, das Passwort aus einem Satz zu bilden. Aus „Ich gehe nach Feierabend um sieben Uhr gern ins Schwimmbad zum kraulen“ wird „IgnFmsUgiSzK“. Um Zahlen und Sonderzeichen einzubauen, kann man ähnliche aussehende Buchstaben austauschen - etwa das I gegen eine 1, und das S gegen ein $-Zeichen. Der „Passwort-Checker“ von Microsoft überprüft die Stärke oder Schwäche eines gewählten Passwortes. Das sollte übrigens spätestens alle sechs Monate gewechselt werden!

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