Rede- und Sprechangst: Unsere Tipps

Unsicherheit überwinden: Treten Sie selbstbewusst auf!
Unsicherheit überwinden: Treten Sie selbstbewusst auf!
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Was hilft, die Angst zu überwinden

Zittrige Hände, trockener Mund, rasender Puls und ein unkontrollierbares Gefühl der Panik – Redeangst ist ein weit verbreitetes Phänomen und sorgt bei den Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes für Sprachlosigkeit.

Mit der Angst im Hintergrund kann das Reden vor Publikum zu einer echten Qual werden, die von Unruhe und schlaflosen Nächten begleitet wird. Damit der wichtige Vortrag, die Rede bei einer Veranstaltung oder der große Auftritt nicht zum Fauxpas, sondern zu einem vollen Erfolg werden, haben wir einige nützliche Tipps zusammengestellt, die helfen, die Angst vor dem Sprechen zu kontrollieren und zukünftig in jeder Rede-Situation „gut bei Stimme“ zu sein.

Ausreichend trinken: Eine grundlegende Maßnahme ist eine gute Flüssigkeitsversorgung. Es ist daher vorteilhaft, pro Tag 2 bis 3 Liter zu trinken und zwar vorrangig Wasser.

Monologe vermeiden: Beziehe die Zuhörer mit ein, dass ist didaktisch sinnvoll und verschafft gleichzeitig der Stimme eine Pause.

Positions- und Haltungswechsel sind vorteilhaft: So können Spannungen abgebaut werden, die ihrerseits für Stimmstörungen mitverantwortlich sein können, da sie die Beweglichkeit des Systems einschränken. Man muss sich immer wieder bewusst machen, dass der ganze Körper an der Stimmbildung beteiligt ist.

Bewegung und sportliche Betätigung: Tun dem ganzen Körper gut und damit auch der Atem- und Stimmmuskulatur.

Ausgiebig vorbereiten: Je besser die Vorbereitung, desto höher die Sicherheit, das während des Redebeitrags nichts schief geht. Stichpunkte auf Karteikarten sind beispielsweise eine sinnvolle Stütze und führen sicher durch den Vortrag.

Warm up: Nicht nur vor dem Sport, sondern auch vor einem „Sprechmarathon“ sind Aufwärmübungen wichtig.

Time to Relax: Entspannungsübungen sind eine hervorragende Hilfe, um plötzlich aufkommende Panik zu bändigen. Atemtechniken wie die folgende, lassen sich situationsunabhängig überall ganz einfach anwenden: Normal einatmen und nach dem Ausatmen für einige Sekunden die Luft anhalten. So oft wiederholen bis die Entspannung spürbar einsetzt.

Du bist nicht alleine: Redeangst ist keine Seltenheit. Schätzungsweise leiden 40 % aller Menschen unter der Angst vor einem Publikum zu reden. Deine Zuhörer werden sich in Deine Lage hineinversetzen können und die Stresssituation nachvollziehen können.

Blickkontakt halten: Die Körpersprache hat einen großen Einfluss darauf, wie Deine Zuhörer Dich wahrnehmen und verrät außerdem viel darüber, wie Du dich fühlst. Der Blick auf den Boden oder ins Leere zeugt von Unsicherheit. Besser ist eine aufrechte Haltung und der Blickkontakt zum Publikum – so zeigst Du dich von Deiner selbstbewussten Seite.

Nimm es nicht persönlich: Das Gähnen eines Zuhörers bedeutet nicht automatisch, dass Dein Vortrag für Langeweile sorgt und auch das Geflüster zwischen zwei Personen muss noch lange keine Lästerei beinhalten. Mache nicht den Fehler, alle Reaktionen im Raum auf Dich oder den Vortrag zu beziehen.

Für den Stimm-Notfall: Halstabletten mit speziellem Hydro-Depot versorgen Mund und Rachen mit ausreichend Feuchtigkeit. Die Stimme bleibt geschmeidig.

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