Reicht regelmäßiges Zähne putzen?

zaehne putzen

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Gesunde Zähne nach Plan

PUTZEN

Morgens putzt man sich die Zähne, klar. Aber vor oder nach dem Frühstück? Das kommt darauf an: Wer Honig oder Marmelade isst, putzt danach. Besteht das Frühstück eher aus Obst und/oder Saft, putzt die Zähne vorher. Denn Fruchtsäuren weichen den Zahnschmelz auf, beim Putzen ginge dann etwas davon verloren. Abends putzt man frühestens 40 Minuten nach der letzten Mahlzeit. Danach sollte man außer Wasser nichts mehr trinken. Putzzeit jeweils: mindestens zwei Minuten.

DIE BÜRSTE

Weiche Zahnbürsten sind besser als harte, denn zu feste Borsten reiben den Zahnschmelz an und führen zu Mini-Verletzungen am Zahnfleisch. Dann können Bakterien eindringen und Parodontitis (Zahnbettentzündung) auslösen.

DIE TECHNIK

Setzen Sie die Bürste etwa im 45-Grad-Winkel an die Zähne. Streichen Sie mit leichtem Ruckeln vom Zahnfleisch zum Zahn. Arbeiten Sie sich Zahn für Zahn vor, vergessen Sie Kauflächen und Rückseiten nicht. Zu umständlich? Dann schaffen Sie sich eine Elektrozahnbürste an.

1 x am Tag

ZAHNZWISCHENRÄUME

Die reinigt man am besten abends nach dem Zähneputzen. Denn mit der normalen Zahnbürste erreicht man die Zwischenräume nicht. Doch gerade dort sammeln sich Essensreste an, von denen sich Bakterien ernähren und mit der Zeit schädliche Beläge bilden. Für die Zwischenräume gibt es:

ZAHNSEIDE

Wichtig ist, dass Sie mit dem Faden das Zahnfleisch nicht verletzen. Die Technik zeigt Ihnen am besten der Zahnarzt. Praktische Hilfe: In der Apotheke gibt es Plastikhalter für Zahnseide - damit geht es auch ohne Einweisung vom Arzt.

INTERDENTAL-BÜRSTE

Die gibt es auch in der Apotheke in verschiedenen Stärken. Interdental-Bürstchen sind bei größeren Zwischenräumen effektiver als Zahnseide - und man erreicht damit auch Mulden im Zahnfleisch zwischen den Zähnen.

ZAHNHÄRTUNG

Einmal täglich sollte man den Zahnschmelz mit einem speziellen Fluorid-Gel härten. Man benutzt es wie normale Zahncreme. Ein weiterer Vorteil: Das Fluorid kann bei schmerzempfindlichen Zahnhälsen helfen. Tipp: Anfängliches Zahnfleischbluten ist normal. Aber wenn sich das nach etwa zehn Tagen nicht gibt, sollte man zum Zahnarzt gehen.

1 x im Monat

ZAHNBÜRSTE

Alle drei Monate soll man die Zahnbürste wechseln? Nein, besser jeden Monat, raten Experten. Denn: Auf den Borsten siedeln sich Bakterien an. Je mehr Zeit sie haben, um sich zu vermehren, desto eher besteht die Gefahr, dass man sich wiederum eine Zahnfleischentzündung einhandelt. Deshalb sollte man auch nach einer überstandenen Erkältung die Bürste sofort wechseln - sicher ist sicher.

ZUNGENSCHABER

Benutzen Sie ein weiches Modell (Apotheke) aus Gummi. Damit schabt man ab und zu sanft die Zunge ab. Aus hygienischen Gründen wechselt man den Zungenschaber auch jeden Monat.

2 x im Jahr

ZUM ZAHNARZT

Lassen Sie ihn prüfen, ob alles in Ordnung ist. Er entfernt Zahnstein, das zahlt die Kasse. Sollte sich Karies andeuten, lässt sich das dann oft noch ohne Bohren mit Spezial-Gel durch die sogenannte Karies-Infiltration behandeln.

1 x im Jahr

PROFI-REINIGUNG

Gesetzliche Kassen bezahlen sie leider nicht (ab ca. 50 Euro), aber das Geld ist gut angelegt: Hartnäckige Beläge werden sorgfältig entfernt, Zahnfleischtaschen gereinigt, die Zähne poliert und auf Wunsch mit härtendem Lack überzogen.

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