Reisebericht: Wir waren in Kopenhagen

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Inhalt
  1. Insider-Tipps der Redaktion
  2. Anreise Kopenhagen
  3. Unterkunft Kopenhagen
  4. Essen in Kopenhagen
  5. Shoppen in Kopenhagen
  6. Unternehmungen in Kopenhagen

Insider-Tipps der Redaktion

Was für eine Stadt! Kopenhagen ist einfach einmalig und wunderschön. Neben historischen Bauten steht neue Architektur, in der Nähe einer katholischen Kirche befindet sich der „Freistatt“ Christiania – Kopenhagen ist voller Kontraste und jeder Zeit eine Reise wert.

Anreise Kopenhagen

Am bequemsten kommt man nach Kopenhagen mit dem Zug. Ab Hamburg fährt ein ICE in ca. 4,5 Stunden direkt in die dänische Hauptstadt. Mit der Deutschen Bahn kann man relativ günstig mit einem Europa-Spezial-Ticket für 39 Euro pro Tour fahren. Es gibt übrigens wenige Zugfahrten die so spannend sind wie diese: Der komplette ICE wird auf Fehmarn ins Schiff verfrachtet und über die Ostsee zum dänischen Festland geschippert. Auf der Fähre kann man kurz etwas essen (nicht so zu empfehlen) oder einfach den herrlichen Seewind um die Nase wehen lassen. Dann geht’s noch mal mit dem Zug weiter Richtung Kopenhagen Hauptbahnhof.

Unterkunft Kopenhagen

Wer meint Kopenhagen wäre günstig, der irrt gewaltig! Alles ist hier teuer! Wer also nicht sein ganzes Geld für eine Unterkunft ausgeben möchte, für den gibt es eine gute und günstige Lösung! Das Omena Hotel Copenhagen liegt direkt eine Querstraße vom Hauptbahnhof entfernt – also super zentral – und ist klein aber fein. Es ist ein Selbstbedienungshotel. Heißt: Es gibt keine Rezeption. Bei Buchung bekommt man einen Öffnungs-Code, den man an der Hoteleingangstür eingibt. Der gleiche Code öffnet auch die eigentliche Zimmertür. Die Räumlichkeiten sind natürlich begrenzt, aber alles ist da: Tisch mit Stühlen, Bett, TV, Bad – da das Hotel erst letztes Jahr eröffnet hat, ist die Einrichtung auch noch in einem modernen, ordentlichen Zustand. Wer Rot liebt, dem wird es hier gefallen!

Omena Hotel Copenhagen, Colbjørnsensgade 5-11, Kopenhagen

Essen in Kopenhagen

Das Leben in Kopenhagen ist auch kulinarisch nicht sehr preisgünstig, dafür aber extrem lecker. Zum Frühstück geht es ins Café Europa (hier gehen selbst die Kopenhagener Brunchen). Wer aber ein üppiges Buffet erwartet, der ist hier falsch. Das Frühstück wird tellerweise bestellt. Man kann sich zwischen „Paris“, „Copenhagen“, „London“ oder „Berlin“ entscheiden. Gebracht werden je nach Wahl, Yoghurt mit Früchten oder alternativ mit Nüssen und Honig, Käse, Wurst, Lachs, frische Früchte, wie Ananas, Grapefruit und Melone, ein Ei und kleine Brötchen, die man jeder Zeit nachbestellen kann. Alles super lecker, aber für starke Kerle wohl doch ein bisschen wenig. Trotzdem: Mir hat’s wunderbar gefallen. Die Atmosphäre ist wie in einem Pariser Café, wuselig, Geschirr klappernd und Zeitung lesend – lebendig eben.

Café Europa, Amagertorv 1, Kopenhagen

Mein absoluter Geheimtipp ist das italienische Restaurant „Ristorante Italiano“ – klingt langweilig, ist aber der Hammer. Man kommt herein und fühlt sich direkt wie in Italien. Der Duft, die Deko, die Musik – alles ist dort wunderbar und man will nie wieder gehen. Das Essen ist köstlich und für Kopenhagener Verhältnisse wirklich fair. Livemusik gibt es am Wochenende – so toll, dass man mittanzen möchte. Die Pizza ist aus dem Steinofen herrlich knusprig und dünn gerollt, das Kalb in Cognac-Sauce zart und ein einziges Gedicht.

Ristorante Italiano, Fiolstræde 2, Kopenhagen

Der kulinarische Anti-Tipp: Was man sich wirklich sparen kann, ist das Restaurant Grøften auf dem Gelände des Tivoli. Es ist teuer und erinnert mehr an Massenabfertigung. Der Rotkohl war fade und die Ente nicht richtig knusprig. Einziger Wehmutstropfen: Die Pommes – die waren wirklich gut. Statt süßem Nachtisch gab’s für mich eine Käseplatte, die ihrem Namen keine Ehre machte: Platte klingt nach toller Auswahl – was ich bekam waren fünf kleine Stückchen Langweiler-Käses mit abgezählten Oliven und drei Kräckerstangen – und das für umgerechnet fast 16 Euro! Also Finger weg!

Shoppen in Kopenhagen

Wer nach Kopenhagen kommt, sollte auf alle Fälle einen Abstecher zu Abercrombie & Fitch machen. Ja, ist natürlich sehr mainstreamig – aber bevor man wieder alle Freunde nervt, einem Klamotten aus den USA mitzubringen, kann man hier einfach mal selber drauflos shoppen…

Købmagergade 11, Kopenhagen

Wer Porzellan liebt, kann bei Royal Copenhagen vorbeischauen – dort gibt es süße Teller, Tassen und Co. aus der Traditionsmanufaktur zu bewundern. Alles nicht ganz günstig, aber eine kleine Erinnerung oder ein Mitbringsel für Mama ist schon drinnen.

Amagertorv 6, Kopenhagen

Unternehmungen in Kopenhagen

In Kopenhagen steht natürlich Sightseeing ganz oben auf dem Plan. Es fällt einem zum Teil schwer, das riesige Angebot an Unternehmungen zu filtern und innerhalb von 2,5 Tagen auch unterzubringen. Daher haben wir uns auf einige wenige beschränkt.

Klar, wer zum ersten Mal in Kopenhagen ist, der will die berühmte kleine Meerjungfrau sehen! Wir hatten Glück, sie war vor Ort und Kopf und Arme waren auch vorhanden. Doch Überraschung: sie ist so viel kleiner, als immer gedacht.

Den Lille Havfrue, Langelinie, Kopenhagen

Wer es besonders kitschig mag, der sollte ins Tivoli gehen. Zugegeben, für jemanden aus Hamburg, der den Dom seit Kindertagen kennt, ist dieser Vergnügungspark eher ganz nett als ein Highlight – trotzdem glauben auch viele Kopenhagener, dass es DIE Attraktion in der Stadt ist. Bunte Lichter, viele verschiedene Fahrgeschäfte, kleine Buden und Restaurants – Themenbereiche, wie Asien, laden im Park zu einem entspannten Bummel ein. Fazit: wenn man einmal da war, muss man es nicht noch mal sehen. Blöd: Im Eintrittspreis ist leider nichts enthalten. Wer Achterbahn und Co. nutzen will, muss draufzahlen.

Vesterbrogade 3, Kopenhagen

Wie in einer anderen Welt fühlt man sich in Christiania. Der „Freistaat“ ist das Mekka für Individualisten, Künstler, Freigeister und Co. Fotografieren ist hier strengstens verboten – überall weisen Schilder darauf hin. Die Gebäude bestehen aus Bauwagen, selbsterbauten Häusern und alten Gemäuern, die restauriert wurden. Viele Anwohner haben hier ihre Werkstätten und verkaufen ihre Handarbeiten. Brennende Mülltonnen wärmen Besucher und Bewohner an kalten Tagen. Die Luft ist grasgeschwängert und doch gibt es nette kleine Restaurants in die man einkehren kann – und sich plötzlich wieder bewusst wird – man befindet sich in Kopenhagen!

Prinsessegade/Bådsmandsstræde, Kopenhagen

Etwas für echte Kerle ist die Carlsberg-Brauerei! Ok, auch wir Mädels hatten unseren Spaß. Durch das historische Tor mit den haushohen Elefanten hindurch und ab ins Museum. Hier wird einen erklärt, wie die 1847 gegründete Brauerei zu einer der Größen in der Welt avancierte. Die unglaubliche Bierflaschensammlung (über 16.000 verschiedene Flaschen aus aller Welt) ist neben den Haflinger-Pferdchen im Stall das Highlight der Ausstellung. Zum Schluss darf sich jeder Besucher durch drei verschiedene Carlsberg-Biere süffeln.

Gamle Carlsbergvej 11, Kopenhagen

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