Retinol: Auf diesen Wirkstoff schwören Hautärzte

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Makellose Haut: Da hilft Retinol
Foto: Istock

Jüngere Haut mit nur einem Wirkstoff. Ja, das geht. Und zwar mit Retinol.

Es gibt einen Wirkstoff, auf den jeder Hautarzt schwört. Und dabei handelt es sich nicht um Botox oder andere Schummeleien in der Anti-Age-Pflege, sondern um einen ganz natürlichen Wirkstoff: Retinol.

Wenn man einen Hautarzt fragt, was am wichtigsten für die Schönheit der Haut ist, dann würde man eine Antwort wie: Lichtschutzfaktor oder viel trinken erwarten. Aber die Antwort ist eigentlich immer: Retinol. Viele Hautärzte sagen sogar, dass sie es der Haut ansehen, wenn man Retinol verwendet. Retinol - auch bekannt als Vitamin A - ist das Wundermittel in der Anti-Aging-Therapie.

"Vitamine A [...] bewahrt Feuchtigkeit über Stunden und ersetzt im Zwischenzellgewebe verloren gegangene Feuchtigkeit mit dem Ergebnis einer verbesserten Hautelastizität, geglätteter Haut und Volumen", erklärt Jutta Lucht, Schulungsleitung von Lailique Cosmetics.

 

Was ist Retinol?

 

Vitamin A wird auch Retinol oder Beta-Carotin genannt. Es wird erst im Körper aus der Vorstufe, dem Provitamin A gebildet. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und Erneuerung, indem es Enzymaktivitäten steigert.

1913 entdeckte der amerikanische Biochemiker Elmer McCollum den Wirkstoff Retinol. Als reine Form des Vitamin A spielt es eine wesentliche Rolle für die Wachstumsprozesse der Zellen. So wird es über die Nahrung aufgenommen und größtenteils in der Leber gespeichert, von, wo aus es freigesetzt und in jede Zelle des Körpers transportiert wird. Retinol schützt die oberste Hautschicht und regt außerdem die Bildung von Kollagen an. Über Retinol-Pflegeprodukte kann die Haut das notwendige Vitamin A auch von außen aufnehmen.

Lange nur für die Behandlung von Pickeln und unreiner Haut benutzt, gilt Retinol als "Goldstandard", also als Messlatte, an der sich alle anderen Anti-Falten-Wirkstoffe orientieren müssen. In rund 2000 Studien wurde die verjüngende Wirkung bewiesen. In Deutschland darf Retinol in einer Höchstkonzentration von 0,3 Prozent eingesetzt werden. Selbst in dieser geringen Menge baut es das Bindegewebe auf, stoppt den altersbedingten Zellabbau und reduziert Pigmentflecke. Fältchen verschwinden, die Haut wird ebenmäßiger.

 

Ab wann macht es Sinn Retinol zu nutzen?

 

Früh übt sich: Generell kann man Anti-Aging-Produkte wie Retinol schon früh nutzen. Ab Mitte Zwanzig helfen Wirkstoffe wie Retinol als Prävention vor Falten.

 

Was macht Retinol so besonders?

 

In den USA sagen Hautärzte bereits: Der beste Schutz gegen Hautalterung ist Sonnenschutz - direkt danach kommt Retinol. Vitamin A ist ein wirklich wirksamer Wirkstoff für die Zellerneuerung. Durch die Entstehung von Vitamin-A-Säure werden die Bindegewebszellen aktiviert Mehrarbeit zu leisten. Wer zu wenig Vitamin A in der haut hat, bei dem wird diese Mehrarbeit nicht geleistet. Die Zellen fallen zusammen. Außerdem hemmt Retinol Enzyme , die Kollagen - ebenfalls wichtig für die Festigkeit der Haut - zerstören.

 

Wie lange dauert es, bis der Effekt von Retinol sichtbar wird?

 

Studien zeigen, dass bei der täglichen Anwendung von Retinol schon nach vier Wochen kleine Falten verschwinden und Poren minimiert werden. Außerdem kann Retinol die Pigmentierung der Haut beeinflussen. Dunkle Flecken - auch Altersflecken genannt - werden wieder heller.

 

Was sind die Gefahren von Retinol?

 

Nutzt du eine retinolhaltige Creme, solltest du starke Sonnenstrahlung im Gesicht vermeiden. Retinol wirkt photosensibilisierend. Das heißt, die Haut reagiert mit Rötungen und sogar Blasen auf zu viel UV-Strahlung.

Übrigens: Noch wirksamer als natürliches Vitamin A soll das chemisch produzierte Retinoid sein. Es wirkt stärker und länger anhaltend als natürliches Retinol. Da in Deutschland nur eine niedrige Dosierung (in Deutschland ist eine Konzentration von bis zu 0,3 Prozent, in den USA bis zu 1 Prozent) erlaubt ist, findet man Retinoide eher in den USA. Sie stehen aber auch hier in der Kritik, weil sie Rötungen und Trockenheit verursachen können.

 

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