Chronische GelenkentzündungenRheuma: Symptome erkennen und behandeln

Rheuma Symptome Behandlung
Symptome von Rheuma: steife, geschwollene Gelenke
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Inhalt
  1. Rheumatoide Arthritis ist häufigste chronische Gelenkentzündung
  2. Was genau ist eigentlich Rheuma?
  3. Erste Anzeichen und Symptome von Rheuma erkennen
  4. Rheuma behandeln: Endlich schmerzfrei leben
  5. Die richtige Ernährung bei Rheuma
  6. Hilfe aus der Apotheke - ohne Chemie
  7. Kann ich Rheuma vorbeugen?

Unter dem Begriff Rheuma werden mehr als 100 verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, die durch Entzündungen hervorgerufen werden. Betroffen sind Menschen in allen Altersklassen. Wie Sie die Symptome erkennen und wie Rheuma behandelt wird, können Sie hier erfahren.

 

Rheumatoide Arthritis ist häufigste chronische Gelenkentzündung

Rheumatoide Arthritis oder auch chronische Polyarthritis ist die am häufigsten vorkommende aller rheumatischen Erkrankungen. Bei dieser Form von Rheuma entzündet sich die Innenhaut von Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln. Die Krankheit ist nicht heilbar. Wird sie jedoch in einem frühen Stadium erkannt, kann die fortschreitende Gelenkentzündung in jedem Fall verlangsamt werden.

 

Was genau ist eigentlich Rheuma?

 
 

Erste Anzeichen und Symptome von Rheuma erkennen

Die rheumatoide Arthritis kann sich zu Beginn durch unspezifische Symptome wie

  • Müdigkeit,
  • Appetitlosigkeit oder
  • leichtes Fieber

äußern. Erst später kommt es zu konkreten Symptomen wie 

  • warmen, geschwollenen oder geröteten Gelenken, auch
  • Gelenksteifheit – insbesondere am Morgen.

Hierbei handelt es sich nämlich um ein klassisches Anzeichen für die chronische Gelenkentzündung. Typisch für Rheuma ist, dass meistens symmetrische Gelenke betroffen sind – beispielsweise beide Kniegelenke. Die Beschwerden können plötzlich aber auch schleichend auftreten.

 

Rheuma behandeln: Endlich schmerzfrei leben

Wie beinahe alle Formen von Rheuma ist auch die rheumatische Arthritis nicht heilbar. Dennoch kann die Krankheit inzwischen gut therapiert werden. Um das Rheuma zu behandeln, wird der Arzt eine Kombination aus entzündungshemmenden Medikamenten und weiteren Therapieformen einsetzen. So ist beispielsweise oft auch eine regelmäßige Physiotherapie Teil der Behandlung, um die Gelenke beweglich zu halten.

Ziel der Therapie ist es vor allem die Lebensqualität der Rheuma-Patienten sicherzustellen – dazu gehört neben Beweglichkeit auch ein Alltag ohne Schmerzen.

 

Die richtige Ernährung bei Rheuma

  • Achten Sie auf Omega-3-Fettsäure: Sie hemmt Entzündungen: Lachs, Makrele, Thunfisch und Sardine enthalten reichlich von dem gesunden Fett. Es wird in die Zellwände eingebaut, macht so die Gelenke beweglich.
  • Besser tierische Nahrungsmittel etwas einschränken: Schweineschmalz, Leberwurst, Eigelb, Huhn sollten Sie in Maßen genießen. Sie enthalten die aggressive Arachidonsäure. Diese treibt die Entzündung voran.
  • Camembert enthält wenig Purine und vermeidet Harnsäure: Aus den Purinen in tierischen Lebensmitteln produziert unser Körper schädliche Harnsäure. Diese verstärkt die Entzündungen. Rheuma-Patienten sollten Lebensmittel essen, die wenig davon enthalten (Joghurt, Gemüse, Obst).
  • Das hilft dem Stoffwechsel: Vitamin E: Naschen Sie täglich eine Handvoll Walnüsse und Mandeln. Ihr Vitamin E entschärft aggressive Stoffwechselprodukte. Alternative: Vitamin-E-Kapseln aus der Apotheke.
 

Hilfe aus der Apotheke - ohne Chemie

Wer an Rücken- oder Gelenkschmerzen leidet, musste sich bislang immer zwischen Wirksamkeit oder Verträglichkeit entscheiden. Das Resultat: starke Schmerztabletten lindern zwar die quälenden, rheumatischen Schmerzen, rufen aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung aber Unverträglichkeiten hervor.

In der Apotheke gibt es inzwischen Medikamente (z.B. Rubax oder Rheumagil), die zwar 100% natürlich sind, dabei aber so wirksam wie harte Chemie. Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und so schmerzlindernd wie chemische Schmerzmittel. Dabei sind sie besser verträglich und haben keine bekannten schweren Nebenwirkungen wie Magengeschwüre oder Herzbeschwerden.

 

Kann ich Rheuma vorbeugen?

So kann jeder sein Rheuma-Risiko senken:

  • Bewusst essen: 
    Einige Fettsäuren können rheumatische Entzündungen auslösen. Sie stecken in Fleisch, Wurst, Eiern.
  • Abwehr stärken:
    Fisch enthält Omega-3-Fettsäuren. Sie stärken das Immunsystem. Am meisten enthalten in Lachs, Hering.
  • Zellen schützen:
    Der beste Zellschutz: viel Vitamin A (in Leber, Möhren), E (Weizenkeimöl) und C (Brokkoli, Sanddornsaft).
  • Killerzellen stoppen:
    Grüner Tee kann Freie Radikale einfangen. Ähnlich wirkt - so eine Heidelberger Studie - Brennesseltee.
  • Stoffwechsel stärken:
    Mineralstoffwechsel überprüfen lassen. Kalzium, Kalium & Co. stärken den gesamten Organismus.
  • Muskeln trainieren:
    Gezieltes Funktionstraining kann weitgehend vor Rheuma schützen.

Infos: Landesverbände Dt. Rheuma-Liga.

 

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