Nicht anfassen!Riesen-Bärenklau: Diese Pflanze ist giftig und gefährlich

Inhalt
  1. Riesen-Bärenklau: Was ist das?
  2. Warum ist Riesen-Bärenklau giftig?
  3. So kannst du den Riesen-Bärenklau erkennen
  4. Wo wächst Riesenbärenklau?
  5. Unterschiede zwischen Riesen- und Wiesen-Bärenklau
  6. Muss ich Riesen-Bärenklau melden?

Mit schönen Blüten tarnt der giftige Riesen-Bärenklau seine gefährliche Wirkung: Dabei kannst du dich ernsthaft verletzen, wenn du die Pflanze berührst.

Brennnesseln hinterlassen fiese Pusteln auf der Haut, Disteln pieksen und auch an Rosendornen kann man sich böse verletzten, doch alle diese Pflanzen sind nichts im Vergleich zum hochgiftigen Riesen-Bärenklau! Eine Berührung mit der eigentlich sehr hübschen Pflanze kann sogar im Krankenhaus enden. Wir haben dir die wichtigsten Informationen über das Gewächs zusammengestellt.

 

Riesen-Bärenklau: Was ist das?

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist ursprünglich nicht heimisch in Deutschland. Die Pflanze stammt aus dem Kaukasus, hat sich aber seit Ende des 19. Jahrhunderts auch hierzulande ausgebreitet. Da sich die Pflanze aufgrund ihrer starken Samenproduktion sehr schnell vermehren und verbreiten kann, ist sie nicht immer in heimischen Gärten erwünscht. Die Tatsache, dass der Riesen-Bärenklau giftig ist, spielt hier natürlich auch eine wichtige Rolle.

 

Warum ist Riesen-Bärenklau giftig?

Der Saft der Riesen-Bärenklau enthält phototoxische Furancumarine. Kommt die Haut mit der Pflanze in Kontakt und trifft dazu noch Sonnenlicht darauf, bilden sich leichte bis teilweise schwere Verbrennungen. Auch drei Tage später kann der Kontakt mit der Haut bei Sonnenstrahlung noch Rötungen, Entzündungen und Blasen verursachen. Die Heilung dauert oft Wochen.

Betroffene spüren zuerst ein Brennen auf der Haut und dann ein Anschwellen, das bis zur Bildung und der Ablösung von Blasen gehen kann. Nach etwa zwei Tagen ist je nach Lichteinwirkung die schwerste Ausprägung erreicht. Auch nach dem Abklingen solltest du direktes Sonnenlicht meiden. Die Symptome können ambulant mit Schmerzmitteln, Kortisoncreme und durch Kühlen behandelt werden. Allerdings sind auch Spätfolgen möglich. In einigen Fällen bleiben Narben zurück.

Für Tiere ist der Riesen-Bärenklau übrigens auch gefährlich. Kommt beispielsweise dein Hund bei einem Spaziergang in Kontakt mit der Pflanze, solltest du die betroffenen Stellen sofort mit Wasser abspülen und deinen Hund in den nächsten Tagen von Sonnenlicht fernhalten. Sobald die Haut reagiert, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

 

So kannst du den Riesen-Bärenklau erkennen

Riesen-Bärenklau kann innerhalb von nur wenigen Wochen bereits drei bis vier Meter hoch wachsen und macht seinem Namen damit alle Ehre. Du erkennst die Pflanze aber auch an den vielen dunkelroten Flecken, die sich auf ihrer Oberfläche zeigen, besonders am unteren Teil des Stammes. Dieser kann übrigens bis zu 10 cm dick werden kann. Die untere Seite der Blätter ist behaart. Die Blüten sind jeweils weiß oder gelbgrün. Mit Stiel können die Blätter bis zu 3 Meter lang werden. Die Hauptblütezeit des Riesen-Bärenklaus liegt zwischen Juni und August.

 

Wo wächst Riesenbärenklau?

Riesen-Bärenklau wächst vor allem an Flüssen und kleinen Bächen, am Wegesrand und auf Brachländern, kann seinen Weg aber auch in den heimischen Garten finden. Wenn du das giftige Gewächs in deinem Garten findest, solltest du es am besten sofort direkt an der Wurzel ausgraben und entsorgen. Experten raten, mindestens zehn Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche die Wurzel durchzustechen und zu entfernen. Der Wurzelrest wird im Müll am besten mit der Schnittstelle nach oben gelegt. So wird verhindert, dass die Wurzel erneut durchtreibt.

 

Unterschiede zwischen Riesen- und Wiesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau ist nicht mit dem Wiesen-Bärenklau zu verwechseln. Zwar gehören beide Pflanzen zur selben Gattung, doch im Gegensatz zum Riesen-Bärenklau ist der Wiesen-Bärenklau nicht hochgiftig. Ganz im Gegenteil: Die Pflanze wird sogar als Heilpflanze verwendet und gegessen. Obwohl der direkte Hautkontakt mit der ungewaschenen Pflanze unter Umständen zu einem leichten Hautausschlag führen kann. Um sicherzugehen, solltest du darum beim Ernten, Waschen und Verarbeiten Handschuhe tragen.

Besonders unterscheiden sich die beiden Gewächse durch ihre Größe. Der Wiesen-Bärenklau reicht mit seinen maximal knapp 1,5 Metern in der Regel nicht an den Riesen-Bärenklau heran. Außerdem sind seine Blätter weniger spitz und sein Stamm weist keine rötlichen Färbungen auf.

 

Muss ich Riesen-Bärenklau melden?

Wenn du in deinem eigenen Garten eine Riesen-Bärenklau-Staude entdeckst, bist du selbst dafür zuständig, diese zu entfernen oder aber dafür zu sorgen, dass sich niemand an der Pflanze verletzen kann. Doch auch außerhalb des heimischen Gartens ist Riesen-Bärenklau nicht meldepflichtig. Allerdings kann es nicht schaden, sich an die zuständige Behörde zu wenden, wenn du eine solche Pflanze beispielsweise am Rande eines öffentlichen Weges sehen solltest. So können gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

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(ww2 & ww8)

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