Riesige Räuber: Pottwale überfallen Fischerboote

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Die Wale beobachten die Fischerboote genau und plündern ihre Netze.
Foto: Screenshot / BBC

Die Pottwal-Piraten

Achtung: In den Meeren sind riesige Räuberbanden unterwegs! Tatsächlich überfallen immer mehr Pottwale die Fischerboote und bedienen sich in ihren Netzen.

Wieso selber jagen, wenn man sich die Mühe auch sparen kann? Zu dieser Erkenntnis sind seit den 90er Jahren immer mehr Pottwale gekommen. Die riesigen Meeresbewohner haben einen neuen Supermarkt entdeckt, in dem es sich viel einfacher einkaufen lässt, als in den Tiefen der See. Statt selbst auf die Jagd zu gehen, werden die Wale bequem- und kriminell!

Tatsächlich werden immer mehr Pottwal-Gangs vor den Küsten Alaskas gesichtet, die gemeinsam auf Raubzug gehen. Ihr Ziel: Fischerboote. Munter bedienen sich die Pottwale aus den Fischfängen der Menschen und machen sich über die Netze im Wasser her. Das Problem: Die Fischer gehen leer aus. Der Schaden wird mittlerweile sogar auf mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr geschätzt!

Die riesigen Räuber sind schlau

Pottwale gelten als äußerst intelligent. Die Meeresgiganten stehen unter Artenschutz, nachdem sie lange Zeit von den Menschen gejagt wurden. Nun drehen sie den Spieß um- und klauen den Fischern ihre Beute. Bereits seit mehreren Jahren lauern Wal-Banden den Fischerbooten auf. Auffällig ist, dass die Räuber immer besser werden. Sie scheinen ihre Strategien stets zu optimieren und sich in Gruppen zusammenzuschließen um möglichst effizient zu stehlen. Die Fischer sind hilflos gegen das größte Raubtier der Welt. 2014 wurden so große Verluste wie nie verzeichnet.

Die bekannteste Pottwal-Bande: Die Bad Boys

Doch die riesigen Räuber bleiben nicht unbemerkt. Das „South East Alaskan Sperm Whale Avoidance Project“, kurz „Seaswap “, ermittelt in den Überfällen auf die Fischerboote. Das ist kein Witz: Tatsächlich stellen die Raubzüge ein großes Problem für die Fischer dar. Seit 2009 versucht die Organisation aus diesem Grund, die Strategien der riesigen Räuber zu erforschen, die die Boote meist in Pottwal-Gruppen überfallen.

Eine der bekanntesten Pottwal-Gangs sind die sogenannten „Bad Boys“, bestehend aus zehn Walen, die immer wieder gesichtet werden. Diese sollen nun mit Chips ausgestattet werden. So können Fischerboote die riesigen Räuber rechtzeitig auf dem Monitor erkennen und ihre Route ändern. Wir bleiben gespannt, ob den Überfällen ein Ende gesetzt werden kann und wie lange die Bad Boys noch ihr Unwesen als riesige Räuber der Meere treiben.

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