Rita Ora: „Ich will, dass sich alle nach mir umdrehen!“

rita ora ich will dass sich alle nach mir umdrehen
Rita Ora Interview
Foto: PR

Star-Interivew mit Rita Ora

Sängerin Rita Ora (23) riecht nicht nur falsche Freunde zehn Meter gegen den Wind, sie beweist auch bei ihren Projekten ein Näschen für Erfolg – wie bei ihrem neuen Duft und ihrem Kinodebüt.

Rita Ora ist bekannt für ihre extravaganten Outfits. Zum Interview im Londoner „Café Royal“ erscheint sie allerdings überraschend klassisch gestylt. Sie trägt ein schwarzes Donna-Karan-Kleid und Louis-Vuitton-Pumps in Metallic, dazu ihr Markenzeichen: knallrote Lippen. Nur ihre Augenbrauen tanzen aus der Reihe. Passend zu Oras platinblonden Haaren sind sie gebleacht. Die Sängerin hat eine coole, kratzige Stimme. Sie lacht gerne laut und beantwortet jede Frage. Lediglich ein Thema ist tabu: Calvin Harris.

Extravaganz und Glamour pur! Die coole Nailart von Rita Ora entdecken Sie in der Galerie:

Wenige Tage vor dem Interview trennte sich der Musiker, der den Songtext für ihre erste Single-Auskopplung des zweiten Studioalbums geschrieben hatte, von ihr. Der Titel lautet ausgerechnet „I Will Never Let You Down“. Trotzdem ist die Britin bestens gelaunt. Kein Wunder, immerhin bringt sie mit „MYNY“ von DKNY Mitte September ihren ersten eigenen Duft auf den Markt, noch im selben Monat kommt ihre neue Platte raus und im Februar 2015 feiert sie ihr Kinodebüt in der Romanverfilmung „Shades of Grey“.

JOY: Sie haben schon viel erlebt und die ganze Welt gesehen. Welches Erlebnis hat Sie bisher am meisten geprägt?

Rita Ora: Als ich mit 17 von zu Hause ausgezogen bin. Ein großer Schritt für mich! Nachdem ich bei Jay-Zs Plattenlabel Roc Nation unterschrieben hatte, ging ich nach New York, um dort mein erstes Studioalbum aufzunehmen. Ich verließ also schweren Herzens London, meine Familie und Freunde. Dann lebte ich zum ersten Mal alleine – fast 5.500 Kilometer von meiner Heimat entfernt.

Was fiel Ihnen am schwersten in der neuen Umgebung?

Einsam zu sein. Ich hatte mir bis zum Umzug sogar ein Schlafzimmer mit meiner Schwester Elena geteilt. Und plötzlich saß ich alleine in meinem riesigen New Yorker Apartment. Ich hatte keine Ahnung vom Kochen und kannte niemanden. Das war nicht leicht für mich und ich musste ziemlich schnell erwachsen werden. Trotzdem verbinde ich mit New York jetzt so viele positive Erinnerungen.

Blickfang: New York war die Inspirationsquelle für Ritas „MYNY“ von DKNY (Eau de Parfum, 30 ml, um 42 Euro)

Zum Beispiel?

Eine sehr lustige Situation erlebte ich mal in einem Taxi. Ich war auf einer Party von einem sehr bekannten Promi. Den Namen kann ich nicht verraten, denn die Party war echt langweilig. Also beschloss ich mit einem Kumpel, noch spontan in eine Pizza-Bar zu fahren. Allerdings war ich völlig overdressed, hatte aber zum Glück Wechselklamotten dabei. Im Taxi entblätterte ich mich komplett auf der Rückbank und zog mich um. Wenn du irgendwo auf der Welt so eine Aktion bringen kannst, dann in New York. Die Taxifahrer dort haben schon alles gesehen, deshalb dachte ich nur: „Fuck it, do it!“

Wie erkennt man als Promi wahre Freunde?

Für mich war es erst gar nicht so leicht, neue Freunde zu finden. Ich ging ja nicht studieren, zu Unipartys und lebte nie in einer WG. Da lernt man ja easy Leute kennen. Zum Glück habe ich mit der Zeit einige wirklich nette Menschen aus dem Business getroffen. Wir hatten die gleichen Interessen und ich spüre generell schnell, ob es jemand ernst meint. Ich würde sogar sagen, ich rieche falsche Freunde zehn Meter gegen den Wind (lacht).

Also sind Freundschaften Ihnen sehr wichtig?

Oh ja! Meine Freundin Emily und ich haben sogar ein Freundschaftstattoo: einen Pfeil am Mittelfinger.

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Sie haben über 20 Tattoos, die Sie ja permanent begleiten. Ihren Look verändern Sie dagegen fast täglich. Was reizt Sie an der Verwandlung?

Der Spaß! Ich liebe es, wenn Leute sich nach einem umdrehen und man ihnen eine Reaktion entlockt. Ich bin ein freier Geist und zelebriere, dass es keine Grenzen gibt. Ich kann lila Augenbrauen tragen, wenn ich Lust dazu habe. Oder hellblonde wie gerade. Ich will nicht provozieren oder die Welt verändern, sondern ich bin einfach nur ein großer Fan von möglichst verrückten Stylings.

Gibt es etwas, das Sie gerne an sich ändern würden?

Meine Neigung zu Augenringen. Deshalb versuche ich, so viel Schlaf wie möglich zu kriegen, und trage jeden Morgen eine Augengelmaske. Meine Haut pflege ich allgemein mit extrem viel Feuchtigkeit, da sie sehr trocken ist und bei uns Neurodermitis in der Familie liegt.

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Verraten Sie uns noch ein paar Beauty-Tricks?

Einmal die Woche trage ich eine Gesichtsmaske auf. Und eine Haarkur! Die ist bei coloriertem Haar wie meinem besonders wichtig. Ich bin eigentlich ganz dunkel. Besonderen Wert lege ich auch darauf, gut zu riechen. Der Duft sagt viel über eine Person aus. Deshalb wollte ich nur ein Parfum auf den Markt bringen, hinter dem ich auch wirklich stehe, wie „MYNY“. Ich würde nie irgendwo einfach meinen Namen draufschreiben.

Ihr Name steht auch auf der Besetzungsliste von dem heiß erwarteten Erotik-Thriller „Shades of Grey“. Wie kamen Sie als Sängerin eigentlich zu der Kinorolle?

Ursprünglich wollte ich einen Song zum Soundtrack beisteuern. Dann fragte mich die Regisseurin, ob ich nicht für die Rolle der Mia Grey vorsprechen wolle. Ich war sofort Feuer und Flamme. Meinen Text lernte ich akribisch auswendig und bei den Castings musste ich acht Stationen durchlaufen – ich bekam also keine Sonderbehandlung. Es hat tatsächlich geklappt und ich bin sehr stolz darauf! „Shades of Grey“ zählt zu meinen Lieblingsbüchern und jetzt ist es auch noch mein Kinodebüt.

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