Robert Pattinson: „Ich habe viel geweint!“

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Star Interview RObert Pattinson
Foto: Getty Images

Star-Interview mit Robert Pattinson

Robert Pattinson wagte mit Kristen Stewart einen zweiten Anlauf. In JOY spricht er über große Enttäuschungen, Kinder und seine Freundin – nur über die Fremdgehaffäre verliert er kein Wort.

JOY: Sie verdanken „Twilight“ Ihren ganz großen Durchbruch. Vier Jahre und fünf Filme lang bestimmte die Saga Ihr Leben – auch Ihre Freundin Kristen Stewart lernten Sie am Set kennen. Wie fühlten Sie sich am allerletzten Drehtag von „Breaking Dawn 2“?

Robert Pattinson : Die letzten Drehs fanden in Vancouver statt und verlangten uns allen eine Menge ab. Es regnete ständig, war bitterkalt und wir filmten wochenlang nur nachts. Hinzu kam, dass wir beide „Breaking Dawn“-Teile direkt hintereinander drehten. Am Ende fühlte ich mich einfach nur noch miserabel – dadurch fiel mir der Abschied von der gesamten Crew ein kleines bisschen leichter, weil ich einfach froh war, dass wir es endlich geschafft hatten.

Mit wem aus der „Twilight“-Crew werden Sie in Kontakt bleiben?

Hoffentlich mit möglichst vielen. Sie zählen in L. A. zu meinen besten und ältesten Freunden. Als ich hierher zog, kannte ich niemanden außer den Bedienungen meines Stammcafés (lacht). Freundschaften unter Schauspielern sind aber schwierig zu pflegen, weil jeder irgendwo anders auf der Welt dreht.

Sie und Kristen Stewart verliebten sich 2008, gleich beim Dreh des ersten Films, ineinander. Ist es ein Vor- oder Nachteil, mit einer Person zu arbeiten,die einem auch privat sehr nahe steht?

Meiner Erfahrung nach ist die Chemie am Arbeitsplatz generell entspannter, wenn man sich auch privat kennt und mag. Mir half es, meine Rolle besser umzusetzen.

Hat sich Kristen in den letzten vier Jahren verändert?

Sie ist natürlich ein bisschen älter geworden (lacht), aber ansonsten noch dieselbe. Ihr Image hat sich inzwischen etwas gewandelt. In der Presse kam sie früher extrem schüchtern rüber, dabei war sie privat immer schon sehr selbstsicher – sie ist eine richtige kleine Draufgängerin! Gleich am ersten Drehtag zoffte sie sich mit der Regisseurin und den Produzenten. Damals war sie erst 18, vertrat aber immer ihre Meinung – und kämpfte dafür. Neu ist allerdings, dass sie sich jetzt für Mode interessiert. Früher hätte sie auf der Pariser Fashion Week keinen Spaß gehabt und jetzt will sie unbedingt in der Front Row sitzen.

In „ Breaking Dawn 2 “ bekommen Sie Nachwuchs. Haben Sie sich in der Vaterrolle wohlgefühlt?

Sehr sogar, denn Mackenzie Foy, die unsere Tochter Renesmee spielt, ist ein wahrer Schatz. Mit ihren großen Rehaugen hat sie mich sofort eingewickelt (lacht). Doch wir mussten uns am Set alle zusammenreißen, weil sie beim Dreh erst elf war und die gesamte Crew ständig fluchte. Irgendwann stellten wir eine Schimpfwort-Box auf und jeder, der das F-Wort benutzte oder übel schimpfte, musste Geld reinschmeißen. Den Erlös spendeten wir einem Kinderkrankenhaus – und da kam einiges zusammen (lacht)!

Möchten Sie auch mal Kinder haben?

Ja, unbedingt – irgendwann. Das Schlimme ist, dass die Erwartungen an mich so unglaublich hoch sind und ich dadurch nur verlieren kann (lacht). Vier Jahre lang spielte ich eine Figur, die beispiellos romantisch und verständnisvoll ist, und jetzt mime ich auch noch den überfürsorglichen Daddy. Wenn deine Parade-Filmrolle so positiv besetzt ist, wird das von dir im wirklichen Leben auch erwartet. Schauspieler, die immer nur Bösewichte darstellen, fallen privat eher mal angenehm auf. Zum Glück bin ich von Natur aus recht romantisch und sensibel. Was aber nicht immer ein Vorteil ist (lacht).

Inwiefern kann das ein Nachteil sein?

Ich weine sehr leicht, und ich weine viel … In einer Beziehung bin ich eigentlich wie ein Mädchen (lacht).

Waren Sie auch schon mal unglücklich verliebt?

Oh ja! Mit 20 habe ich mich unsterblich in ein Mädel verknallt, das ich beim Skifahren kennenlernte. Unser Kontakt beschränkte sich leider auf drei kurze Gespräche, aber ich war hin und weg, leider habe ich sie nie wiedergesehen.

Was war bisher Ihre größte Enttäuschung?

Mit 17 hatte ich einen tollen Part an einem Theater in London ergattert, aber schon bei den Proben wurde ich gefeuert. Damals war ich zu unerfahren, um ungeschriebene Gesetze zu verstehen. Das gesamte Ensemble traf sich immer um eine bestimmte Uhrzeit, aber dann saßen alle 45 Minuten lang rum und tranken Tee. Alle waren untereinander befreundet, nur ich kannte keinen. Deshalb dachte ich mir: Ich komme einfach jedes Mal 40 Minuten später, um nicht blöd rumzusitzen. Damit brach ich offenbar eine wichtige englische Tradition.

Treiben Sie eigentlich Sport?

Nein, sieht man das nicht (lacht)?! Nur für Oben-ohne-Szenen quäle ich mich. Meine „Vampirbrüder“ trainieren dafür wie verrückt – und ich war lustigerweise der einzige, der sich bei den Kampfszenen nie eine Zerrung geholt hat (lacht).

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