Rot oder Grün - was ist gesünder?

paprika rot gruen gelb
Rot siegt! Außer Vitamin C enthalten rote Paprika auch Provitamin A, E und B6
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Braune oder weiße Eier, dunkles oder helles Brot, rote oder grüne Paprika: Sind die Farben von Lebensmitteln reine Geschmackssache oder steckt noch mehr dahinter? Hier bekommen Sie eine kulinarische Farbberatung…

Sonnengelb, leuchtend rot, saftig grün: In drei verführerischen Farben locken Paprika im Regal. Aber nicht nur die Optik entscheidet. Die roten Schoten warten mit wesentlich mehr Vitaminen auf als grüne und gelbe.

Denn diese Exemplare werden reif geerntet, können so bis zum Schluss Vitalstoffe ausbilden - die uns gut tun. Nicht nur bei dem knackigen Gemüse sagt die äußere Erscheinung viel über innere Werte aus:

Reis: weiß oder braun?

Die Kohlenhydrate in den kleinen Körnern halten uns schön lange satt, Eiweiß, Kalzium und Kalium stärken Muskeln und kräftigen die Knochen. Wussten Sie, dass brauner Reis nur ungeschälter weißer Reis ist?

Zu welcher Farbe man greift, spielt für den Körper trotzdem eine Rolle: Denn in der Schale liegt viel Kraft. Sie enthält einen Großteil der Vitamine und gesundes Fett. Fazit: Braun ist besser.

Schoko: hell oder dunkel?

Weil die Lieblingssünde vieler Naschkatzen viel Fett und Zucker enthält, macht sich die Schlemmerei leider auch bei der Figur bemerkbar. Ernährungswissenschaftler halten drei Portionen à etwa 40 g aber für eine vertretbare Wochenration. Schließlich enthält Schokolade auch gesunde Stoffe, genauer gesagt der Kakao.

Seine so genannten Polyphenole reduzieren im Körper freie Radikale. Die gelten als Hauptursache für vorzeitige Zellalterung und können sogar Krebserkrankungen auslösen. Dunkle Schokolade beugt vor und wird in verschiedenen Prozentstufen angeboten, die den Kakao-Anteil anzeigen. Also: Je dunkler, desto besser. Weiße Sorten enthalten gar keinen Kakao. Dunkel ist gesünder.

Eier: weiß oder braun?

Neben den Vitaminen D, K und B12 liefert das Hühnerprodukt wertvolles Eiweiß, das vom Körper zu fast 100 Prozent verwertet wird. Mit rund acht Gramm pro Ei deckt der Eiweißgehalt 15 Prozent unseres Tagesbedarfs. Das meiste davon steckt im gelben Dotter.

Auch wenn sechs von zehn Deutschen braune Eier bevorzugen - die Schalenfarbe hat keine Bedeutung für den Körper. Sie ist genetisch bedingt bei jedem Huhn unterschiedlich. Es gewinnt also weder braun noch weiß. Sondern das Gelbe vom Ei.

Wein: weiß oder rot?

Wegen des Alkoholgehalts ist Wein zwar nicht wirklich heilsam. Doch die gesundheitsfördernde Wirkung von mäßigem Rotweinkonsum ist bekannt und belegt. Die Ursache liegt in den enthaltenen Polyphenolen (siehe Schokolade).

US-Forscher fanden jetzt außerdem in einer Studie an rund 84 000 Männern heraus, dass ein Glas Roter im Monat das Lungenkrebsrisiko im Schnitt um zwei Prozent senken kann. Man vermutet, der zellschützende Vitalstoff Resveratrol ist der Grund. Rotwein gewinnt!

Äpfel: grün oder rot?

Sie sind das liebste Obst der Deutschen und ein handlicher Vitalsnack für zwischendurch. In Hinsicht auf die Ballaststoffe liefern sich rote und grüne Sorten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber in puncto Vitamin C liegen die roten Sorten vorn. Ein Braeburn hat etwa 20 mg Vitamin C, der grüne Granny Smith gerade mal vier Milligramm. Für die rote Schalenfarbe sind - wie auch bei Weintrauben - Anthocyane verantwortlich. Da die unsere Gefäße gesund halten: Daumen hoch für rot.

Brot: hell oder dunkel?

Weizentoast oder Schwarzbrot: Was ist gesünder? Die Antwort: Je dunkler, desto besser. Das liegt vor allem an "guten Kohlenhydraten" in Form von Ballaststoffen, die dunkles Korn enthält. Diese Vitalstoffe fördern die Verdauung und halten satt. Vollkornbrot ist heilsamer, denn im Gegensatz zu Weißbrot enthält es wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente: aus den Randschichten des Korns und dem Keimling. Wer beim Bäcker schwarz sieht, lebt also gesünder!

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