Rotweinflecken entfernen: Silvia Franks Tipps für saubere Weihnachten

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Foto: SWR/ Simone Ultes

Tipps für fleckenfreie Feiertage

Flecken sind an den Feiertagen keine Seltenheit. Mit den Tipps von ARD-Buffet-Expertin Silvia Frank sind sie aber im Nu wieder verschwunden.

Oh Schreck, ein Fleck! Gerade an den Feiertagen, wenn die ganze Familie zusammenkommt, kann schon einmal das eine oder andere Malheur passieren. Doch auch hier hat Haushalts-Expertin Silvia Frank viele nützliche Tipps für Sie parat.

Der Klassiker: Rotweinflecken

Die wohl häufigsten Flecken zählen gleichzeitig auch zu den gefürchtetsten. Doch Profi Silvia Frank gibt Entwarnung: "Dank moderner Sauerstoff abspaltender Wasch- und Bleichmittel haben Rotweinflecken ihren Schrecken verloren." Sie müssen also kein Salz verstreuen oder hektisch die nächste Flasche Weißwein suchen. Entfernen Sie Rotweinflecken am besten mit bleichmittelhaltigem Waschmittel oder geben Sie zu Ihrem üblichen Reinigungsmittel noch ein wenig Fleckensalz oder Flüssigbleiche.

Am einfachsten lassen sich Rotweinflecken entfernen, wenn sie noch frisch sind. In diesem Fall tupfen Sie die jeweiligen Textilien am besten einmal mit einem Küchenpapier ab und arbeiten dann mit klarem Wasser und einem Schwamm nach. Auch hilfreich: ein Mineralwasserbad. Die Kohlensäure kann die Fasern ebenfalls reinigen. Im Idealfall waschen Sie Ihre verschmutzte Kleidung innerhalb der nächsten 24 Stunden bei möglichst 40 Grad.

Das Entfernen von eingetrockneten Rotweinflecken ist zwar etwas komplizierter, aber möglich. Reiben Sie den Fleck mit einem bleichmittelhaltigen Fleckenmittel ein und stellen Sie ein Glas direkt darauf. Nach zehn Minuten wird das Kleidungsstück ausgespült. Danach können Sie es wie oben beschrieben waschen.

Ist der Fleck schon mehrere Tage eingetrocknet, gibt es noch zwei zusätzliche Tipps. Bei hellen Kleidungsstücken können Sie den mit Bleichmittel bearbeiteten Fleck über ein Glas mit kochendem Wasser legen. "Der Dampf verstärkt nämlich die Bleichwirkung", so die Expertin. Für bunte Kleidungsstücke können Sie entweder das Vorwaschprogramm Ihrer Waschmaschine verwenden oder Sie lassen die verschmutzten Teile über Nacht mit Waschmittel einweichen.

Einfach kühlen: Wachsflecken

Es geht viel schneller als man denkt: Auf einmal landet Kerzenwachs auf der Tischdecke oder auf der schicken Bluse. Doch keine Panik! Auch Wachsfleckenkönnen Sie ganz schnell wieder entfernen. Ein Tipp von Silvia Frank, der immer hilft: "Wischen Sie nie mit den Fingern oder einem Lappen über das noch nicht erstarrte Wachs. Das würde es nur weiter verteilen. Je kompakter ein Fleck ist, umso einfacher lässt er sich entfernen."

In vielen Haushalten ist die Bügelmethode nach wie vor sehr verbreitet. "Dabei ist dieser alte Trick mit dem alten Eisen unr bei ganz wenigen Wachsflecken wirklich erfolgreich", erklärt Expertin Silvia Frank.

Die Bügelmethode funktioniert nur bei pflanzlichen Fasern wie Baumwolle oder Leinen, bei weißen Kerzen oder wenn das Kerzenwachs und das Textil dieselbe Farbe haben. Sie benötigen Ihr Bügeleisen und mehrere Löschpapiere. Durch die entstehende Hitze wird das Wachs wieder weich und kann vom Löschpapier aufgesogen werden. Sie sollten allerdings beachten, dass Sie nur mit der Spitze des Eisens bügeln, damit der Fleck nicht verläuft. Außerdem sollten Sie das Löschpapier mehrmals wechseln.

Besser als das altbekannte Bügeln ist die Kühlmethode oder eine Heißwasserbehandlung. Wenn Sie versuchen, dass Wachs durch Bügeln zu entfernen, besteht die Gefahr, dass das Wachs selbst und vor allem die Farbstoffe erst echt auf dem Textil fixiert werden.

1. Kühlmethode: Bei niedrigen Temperaturen wird Kerzenwachs hart und bröckelt. Sie müssen das harte Wachs schnell entfernen, damit es nicht wieder warm wird. Rubbeln oder schmirgeln sie das Wachs ab und saugen Sie dabei gleichzeitig die Reste auf. Kleidungsstücke können Sie für eine Stunde in Ihr Gefrierfach legen. Bei anderen Textilien können Sie mit einem Eiswürfel arbeiten. Teppiche bearbeiten Sie am besten mit einem Eisakku. Die Kühlmethode hilft übrigens auch beim Entfernen von Wachsflecken auf Kerzenleuchtern aus Glas, Porzellan oder Metall.

2. Heißwasserbehandlung: Häufig lassen sich Wachsflecken auch mit 75 Grad heißem Wasser entfernen. Legen Sie die verschmutzte Stelle in ein Glas und gießen Sie in dieses erhitztes Wasser. Das Wachs müsste sich nun vom Stoff lösen. "Ein Teil des Wachses fließt nach unten ins Glas, eventuell schwimmt auch etwas Wachs nach oben und Sie können es abtupfen", sagt die Haushalts-Expertin. Farbreste bürsten Sie entweder mit Gallseife aus oder entfernen Sie mithilfe von Sauerstoffbleiche.

Nichts geht über einweichen: Eingebranntes

Töpfe und Pfannen, in denen Ihnen vielleicht das eine oder andere angebrannt ist, sollten Sie vor dem Spülen unbedingt einweichen lassen. Haushalts-Expertin Silvia Frank rät: "Weichen Sie Topf, Pfanne oder Auflaufform in einem Liter Wasser mit einem Esslöffel Soda über Nacht ein. Am nächsten Tag wird alles zusammen aufgekocht und ca. zehn Minuten auf kleiner Heizstufe weiter erhitzt. Nach dem Abkühlen bürsten Sie den Schmutz aus oder bearbeiten ihn mit einer Edelstahlspirale." Danach können Sie das Kochgeschirr wie gewohnt in die Spülmaschine stellen.

Anstelle von Soda können Sie auch 1-2 Esslöffel Voll- oder Colorwaschmittel verwenden. Diese enthalten Enzyme, die Verkrustungen sogar noch besser lösen. Mit folgenden Alternativen erzielen Sie die wohl beste Wirkung: Spülmaschinen-Tabs oder zwei Esslöffel Maschinenspülmittel. Bei Töpfen aus Emaille oder Auflaufformen aus Glas sollten Sie allerdings nur die halbe Dosis verwenden.

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