Rucola

rucola

Lebensmittel der Woche

Zuerst landete er auf unserer Pizza, der neue Botschafter für italienische Lebensart. Aber nur in den tollen Pizzerien, die sich als kulinarische Vorreiter verstanden.

Dort bestellten Kenner der italienischen Küche Pizza belegt mit Parmaschinken, Parmesan und Rucola. Uneingeweihte schielten damals heimlich auf deren Teller und fragten sich, wo auf der Speisekarte denn die "Pizza Salat" zu finden sei. Das alles ist nun etwa zehn Jahre her.Inzwischen ist Rucola in jedem Supermarkt zu finden. Wir verfeinern damit Pizza, Risotto, Nudelsoßen, Salate oder Sandwiches. Wieder einmal ein Geschmack, der für uns so untrennbar mit Dolce Vita verbunden ist, wie das Eiscafé Venezia um die Ecke. Reingefallen! Rucola kommt nämlich gar nicht aus Italien.In Deutschland gab es diesen Salat schon viel früher, nur unter anderem Namen: Rauke. Die Pflanze war damals nur nicht so hip und geriet schnell in Vergessenheit. Bis sie eben unter einem etwas exotischer anmutenden Namen als neue Geschmacksnuance wiederentdeckt wurde. Dabei gelangte vor langer Zeit Rauke nur deswegen in die Toskana, weil Römer bei den Germanen dieses typisch deutsche Gewürz entdeckt hatten und unbedingt als Souvenir mit nach Italien nehmen wollten.Ob Rucola oder Rauke: der bitter-scharfe Salat hat sich durchgesetzt. Trotzdem ist Vorsicht beim Verzehr angesagt, denn Rucola hat - wie Spinat - die ungute Eigenschaft, während des Anbaus aus Düngemittel Nitrat aufzunehmen. Unser Tipp: Kaufen Sie Rucola lieber aus Bio-Anbau, dann können Sie sicher sein, dass Sie vollkommen unbehandelten Salat zum Essen auf den Tisch stellen.P.S.: Rauke galt bei den Germanen übrigens als Aphrodisiakum. Ob der Re-Import sich auch als Viagra-Ersatz eignet, ist bislang noch nicht wissenschaftlich belegt. Aber Sie können das im Hausgebrauch sicherlich leicht überprüfen. Lesen Sie mehr: Alle Lebensmittel im Überblick