Rundfunkbeitrag: GEZ bestraft Nichtzahler mit plattem Reifen

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Die GEZ lässt Nichtzahlern jetzt die Luft ablassen.
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Gelbe Ventilwächter werden gegen GEZ-Muffel eingesetzt

Unglaublich, mit was für Methoden die GEZ inzwischen ihr Geld eintreibt! In einigen Städten gehen die Kommunen jetzt mit speziellen Ventilen gegen Rundfunkbeitrag-Nichtzahler vor.

Die leuchtend gelben Ventile lassen die Luft aus unseren Autoreifen ab – wer mit so einem Ding losfährt, hat nach 600 Metern einen platten Reifen.

Ist das überhaupt legal? Ja, sagen Rechtsanwälte. Wer das Ventil eigenhändig entfernt, mache sich sogar strafbar und riskiere bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder eine Geldbuße.

Immerhin wird der säumige Autofahrer mit gelben Warnschildern an der Windschutzscheibe und einem Pfandsiegel über dem Schloss der Autotür gewarnt. Aus Versehen kann also kaum jemand mit einem der fiesen Ventile losfahren, die tatsächlich Ventilwächter genannt werden.

Die Ventilaufsätze werden in Deutschland schon seit mehr als zehn Jahren gegen Schuldner eingesetzt, wenn Mahnungen und Zahlungsaufforderungen nicht gefruchtet haben. Doch erst jetzt trifft es auch die GEZ-Verweigerer – denn es werden immer mehr. Im vergangenen Jahr haben die Rundfunkanstalten in fast 891.000 Fällen um Amtshilfe durch die Vollstreckungsbehörden gebeten, bestätigte ein Sprecher des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio, gegenüber der Deutschen Presseagentur. 2013 waren es noch knapp 701 000 solcher Ersuchen.

Wer so ein Ventil nicht an seinem Auto finden möchte, sollte die Briefe von der GEZ nicht ignorieren – auch wenn sich kaum einer freut, wenn er sie im Briefkasten findet.

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