Sängerin Alexandra: War es doch Mord?

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Machte Alexandra sich Feinde, weil sie keine Marionette sein wollte?
Foto: cinetext.de

43 Jahre nach ihrem rätselhaften Tod neue Enthüllungen

Der 31. Juli 1969 ist ein heißer Sommertag. Genau richtig, um Ferien an der Nordsee zu verbringen. Auch Sängerin Alexandra macht sich an diesem Tag auf den Weg nach Sylt . Der erste Urlaub nach drei Jahren!

Inzwischen kann die 27-Jährige auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken: Das Mädchen aus dem Rotlichtmilieu ist mit seiner dunklen Stimme und Hits wie „Zigeunerjunge“ und „Sehnsucht“ zum Star geworden. Eigentlich müsste sie glücklich sein – die Wahrheit ist eine ganz andere.

Alexandra wollte ihre Lieder selbst schreiben. Aber damit bedrohte sie das Einkommen ihrer Komponisten, Autoren und Produzenten. Die Sängerin sollte ihre Marionette bleiben. Alexandra aber wollte mitbestimmen über ihr Leben.

Vielleicht ist sie deshalb mit ihren Gedanken ganz woanders, als sie in der Nähe von Tellingstedt zwei Stoppschilder missachtet und mit einem Lastzug kollidiert. Die Sängerin ist sofort tot. Mit im Auto sitzen ihre Mutter, die ebenfalls ums Leben kommt, und Alexander, Alexandras sechsjähriger Sohn. Er ist nur ganz leicht verletzt.

Am 19. Mai wäre die Sängerin 70 Jahre alt geworden – um ihren tödlichen Unfall ranken sich bis heute Legenden, die sogar vor Mord-Theorien nicht haltmachen…

Eine Geschichte, die auch Marc Boettcher (47) in den Bann zog. Der Filmemacher, Produzent und Autor schrieb eine Biografie über Alexandra. „Bei meinen Recherchen stieß ich auf eine Ungereimtheit nach der anderen“, erzählt er im Interview. „Im Grunde legte man mir überall Steine in den Weg.“ Er berichtet, wie vernichtete Akten unerwartet wieder auftauchten, dass noch in der Nacht des Unfalls die Leichenhalle aufgebrochen wurde, in der Alexandra aufgebahrt war.

„Jetzt stellt ein technisches Gutachten sogar den gesamten Unfallverlauf infrage.“ Der Berliner erhielt Drohanrufe, in denen er davor gewarnt wurde, weiter zu forschen. Er fand vor seiner Tür eine tote schwarze Katze . Zeugen meldeten sich, wollen aber anonym bleiben. Andere Zeugen kamen auf mysteriöse Weise ums Leben.

Marc Boettcher selbst ist auch nicht sicher, was er nun glauben soll. „Heute denke ich, es war nur ein Unfall – morgen glaube ich, dass es anders war. Fest steht nur eins: Je weiter ich forsche, desto mysteriöser wird die Akte Alexandra!“

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